Full text: Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND. — Sachsen (Finanzen). 
239 
Q.-M. Einw. 
Erzgebirmscher Kreis (Ereiberg, Chemnitz . . S4 .‘i08,000 
Voigtländischer Kreis (Plauen, Reichenbach) . 21 \ «t; nnii 
Neustädter Kreis 13/ 
Stifte Merseburg, Naumburg, Zeiz 22 <H),000 
Fürstenthum Querfurt .... 
Theil der Grafsch. Henneberg (Subía) . . 8 20,000 
- - Mansfeld (Eisleben) ... 8 .... 
Grafschaften Barby und Gommern 4 .... 
Lausitz (mit Görlitz, Lauban etc.) . . . ISO 400,000 
Zusammen (eigentl. 039 Q.-M.) 000 1'"00,000 
Sachsen verliess nach der Jenaer Schlacht das preussische Bönd- 
niss. Zufolge des Posener Vertrags v. 11. Dez. 1806 schloss sich der 
Kurfürst dem Rheinbunde an, erklärte sich zum Könige, und erhielt den 
Cottbusser Kreis von Preussen, wogegen er Mansfeld, Gommern und 
Barby an Westfalen abtrat. Auch ward er zum Herzoge von Warschau 
erhoben, das jedoch einen besondern Staat bildete. Der Wiener Con 
gress, mehrmals auf dem Punkte Sachsen vollständig an Preussen zu 
überlassen, verfügte schliesslich eine Theilung. Zufolge Vertrags vom 
18. Mai 1815 musste Sachsen an Preussen abtreten; die Nieder- und 
einen Theil der Oberlausitz, den Wittenberger und Thüringer Kreis, 
und Theile des Neustädter, Leipziger und Meissner Kreises, den grössten 
Theil der Stifter Merseburg, Naumburg, Zeiz, dann Mansfeld, Querfurt, 
die Voigtländischen Enclaven und Henneberg. Weimar erhielt den 
Haupttheil des Neustädter Kreises. Der Gesammtverlust betrug 379 
Q.-M und 875,60(1 Menschen, oder, den an Preussen blos zurückge 
gebenen Cottbusser Kreis abgerechnet, 368 Q.-M. und 845,200 Einw. 
Die jetzige Verfassung à&iixX, 1. Sept. 1831. 
Finanzen. Dreijährige Budgets. Die letzten schlossen so ab : 
für 1S49 bis Al jährlich "'000,009 Thlr. 
- 1852 - 54 - H'2K1,728 - 
- 1855 - 57 - 9'040,902 - und ausserord. 7'893,550 für 3 Jahre 
- Ib58 - 00 - 9’305,243 - - 5'242,058 
- 1801 - 03 - I2'350,352 - - 7'522,000 
1842 war d. Staatsbedarf 5'002,289 
Budget für die Einanzperiode 1864—66.*) 
1. Jährliche Einnahmen. 
A. Nutzungen des ¡Stautsvenniigens. 
1) Domänen und andere Besitzungen dabei: Forste und 
Jagden 1'250,000, von den Kammergütern 118,940 
2) Regalien und Verkehrsanstalten (dabei Staatseisenbah 
nen 2'000,000, Salz418,000, Post207,000, Chaussee-u. Brücken 
gelder 232,000 , Berg- und Hüttennutzungen 87,540, Flösserei 
und Holzhöfe 40,000 
Tür das Telegraphenwesen ist 14,000 Thlr. etatmässiger und 
^ 10,000 transitorischer Zuschuss angesetzt). 
3) Zinsen und Administrationseinkünfte dabei Zinsen 
von Active apitalien 040,00(1, Lotterieüberschuss 500,000, Besol 
dungsabzüge zum Pensionsfond 70,000) 
Thaler. 
1'471,740 
3'000,040 
1'27:^5% 
5'750,808 
*) In dem Gesetz- und Verordnungsblatte sind, abweichend von dem Ge 
brauche anderer constjtut. Staaten, nur die Hauptziffern der Budgetposi 
tionen, ohne alle Special isirung der einzelnen Etats, abgedruckt.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.