Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Sachsen  Finanzen).

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vüliste  war  1831  auf  500,000  Thlr.  C.-M.  (513,889  Thlr.  Cour.)  festgesetzt; ­
  sie  ward  1854  auf  570,000,  (1804  behufs  Ausdehnung  der  in
a  en  Departements  vorgenommenen  Erhöhung  der  Beamtengehalte  auf
die  aus  der  CiviUiste  bezahlten  um  weitere  45,000  Thlr.)  erhöht,  und
iür  die  Königin  ein  Schatullegeld  von  30,000  Thlr.  beigefügt.  Die  Pensionen ­
  (worunter  auch  solche  von  Hofbediensteten),  1845  522,672,
stiegen  18*%,  auf  556,669,  18“%*  sogar  auf  635,401.  Die  Ausgabenvermehrung ­
  führte  u.  a.  zur  Einftihrung  einer  Rentensteuer  (1851)  und
Erweiterung  des  Lotterieinstituts  (Vermehrung  und  Preiserhöhung  der
oose!)  Dagegen  gestatteten  die  wachsenden  Erträge  namentlich  der
Eisenbahnen  und  Forsten  sowie  der  indirecten  Abgaben,  die  in  den  50«r
a  iren  eingeführten  ausserordentlichen  Zuschläge  zu  den  letzten  nach  und
%W  ^*^^Gder  in  Wegfall  zu  bringen,  die  ordentlichen  Sätze  zu  ermässigen
(ödilachtsteuer  und  Salzpreis)  und  die  wiederholten  Gehaltaufbesserungen ­
  und  gemeinnützigen  Opfer  bei  Betriebsanstalten  (Aufhebung  der
Postbestellgelder,  Bau  von  Gebirgsbahnen)  bis  jetzt  ohne  Steuererhöhung
urchzuführen.  Neuerdings  scheint  man  jedoch  bei  Abschätzung  der
Gewerbtreibenden  (die  Agricultursteuer  ist  invariabel,  das  Wachsthum
er  Grundsteuer  auf  die  Gebäude  zu  rechnen)  innerhalb  des  vom  Gesetze
gelassenen  Spielraums  möglichst  hoch  herauf  zu  gehen.
Die  wirkliche  Einnahme  übersteigt  stets  sehr  bedeutend  die  vorgesehene ­
  Summe.  Die  letzten  Finanzperioden  lieferten  folgende  Gesammt-Grgebnisse
  :

Oesanunteinnahme  Ordentl.  Auagabe  Ueberachasa
1852-54  28’460,798  25*188,122  3*272,675  Thlr
1855^57  32*609,529  27*799,372  4*810,157  -
1858—60  36*428,449  30*490,111  6*323,175  -
Auf  die  Staatseisenbahnen  waren  Ende  1862,  einschliesslich
Betriebscapital,  46*020,059  Thlr.  verwendet.  Die  Roheinnahme  war
1862:  5  396,569,  der  Reinertrag  2*661,753  Thlr.,  mithin  verzinste
Sich  das  meist  zu  4  %  erborgte  Anlagecapital  zu  etwas  über  5  %.
Das  mobile  Staatsvermögen  des  Königreichs  Sachsen  betrug  am
Schlüsse  der  Finanzperiode  18“%„;  18*955,437  bei  den  Centralcassen
und  17*355,873  bei  den  Provinzialcassen  und  Betriebsanstalten,  zus.
311,310  Thlr.

Das  immobile  Staatsvermögen  wurde  geschätzt  auf  92*681,013  Thlr.,
I^ämlich  :  a)  zur  freien  Benutzung  der  Krone  vorbehaltenes  518.073,
zur  öffentlichen  Benutzung  (incl.  Straf-  und  Versorgungsanstalten,
^  '  Strassen,  Canäle  etc.)  4  551,842,  c)  an  Betrieb  der  Staatswirth-^haft
  81*340,333*),  d)  für  Zwecke  des  Civildienstes  4*476,932,  e)  für
1bestimmtes  1*793,833.  Summe  des  Staatsvermögens
128*992,323  Thlr.
_  Staatsschulden  des  Königreichs  Sachsen  betrugen  am
Schlüsse  der  Finanzperiode  18"%^  :  A.  Anleiheschulden  3%  Anleihe
'on  1830:  6*801,400,  4%  Anleihe  von  1847  :  8*929,500,  vereinigte

)  Darunter:  Staatseisenbahnen.  37*293,832  Thlr.
Forsten  ....  30*271,021
Kammergüter  .  .  1*895,976
Fiscal-Kohlenwerke  1*984,870
Kolb,  statiitik.  4.  Aufl.

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