Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

DEUTSCHLAND.  —  Sachsen  (Finanzen).

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Q.-M.  Einw.
Erzgebirmscher  Kreis  (Ereiberg,  Chemnitz  .  .  S4  .‘i08,000
Voigtländischer  Kreis  (Plauen,  Reichenbach)  .  21  \  «t;  nnii
Neustädter  Kreis  13/
Stifte  Merseburg,  Naumburg,  Zeiz  22  <H),000
Fürstenthum  Querfurt  ....
Theil  der  Grafsch.  Henneberg  (Subía)  .  .  8  20,000
-  -  Mansfeld  (Eisleben)  ...  8  ....
Grafschaften  Barby  und  Gommern  4  ....
Lausitz  (mit  Görlitz,  Lauban  etc.)  .  .  .  ISO  400,000
Zusammen  (eigentl.  039  Q.-M.)  000  1'"00,000
Sachsen  verliess  nach  der  Jenaer  Schlacht  das  preussische  Böndniss.
  Zufolge  des  Posener  Vertrags  v.  11.  Dez.  1806  schloss  sich  der
Kurfürst  dem  Rheinbunde  an,  erklärte  sich  zum  Könige,  und  erhielt  den
Cottbusser  Kreis  von  Preussen,  wogegen  er  Mansfeld,  Gommern  und
Barby  an  Westfalen  abtrat.  Auch  ward  er  zum  Herzoge  von  Warschau
erhoben,  das  jedoch  einen  besondern  Staat  bildete.  Der  Wiener  Congress, ­
  mehrmals  auf  dem  Punkte  Sachsen  vollständig  an  Preussen  zu
überlassen,  verfügte  schliesslich  eine  Theilung.  Zufolge  Vertrags  vom
18.  Mai  1815  musste  Sachsen  an  Preussen  abtreten;  die  Nieder-  und
einen  Theil  der  Oberlausitz,  den  Wittenberger  und  Thüringer  Kreis,
und  Theile  des  Neustädter,  Leipziger  und  Meissner  Kreises,  den  grössten
Theil  der  Stifter  Merseburg,  Naumburg,  Zeiz,  dann  Mansfeld,  Querfurt,
die  Voigtländischen  Enclaven  und  Henneberg.  Weimar  erhielt  den
Haupttheil  des  Neustädter  Kreises.  Der  Gesammtverlust  betrug  379
Q.-M  und  875,60(1  Menschen,  oder,  den  an  Preussen  blos  zurückgegebenen ­
  Cottbusser  Kreis  abgerechnet,  368  Q.-M.  und  845,200  Einw.
Die  jetzige  Verfassung  à&iixX,  1.  Sept.  1831.
Finanzen.  Dreijährige  Budgets.  Die  letzten  schlossen  so  ab  :
für  1S49  bis  Al  jährlich  "'000,009  Thlr.
-  1852  -  54  -  H'2K1,728  -
-  1855  -  57  -  9'040,902  -  und  ausserord.  7'893,550  für  3  Jahre
-  Ib58  -  00  -  9’305,243  -  -  5'242,058
-  1801  -  03  -  I2'350,352  -  -  7'522,000
1842  war  d.  Staatsbedarf  5'002,289

Budget  für  die  Einanzperiode  1864—66.*)
1.  Jährliche  Einnahmen.
A.  Nutzungen  des  ¡Stautsvenniigens.
1)  Domänen  und  andere  Besitzungen  dabei:  Forste  und
Jagden  1'250,000,  von  den  Kammergütern  118,940
2)  Regalien  und  Verkehrsanstalten  (dabei  Staatseisenbahnen ­
  2'000,000,  Salz418,000,  Post207,000,  Chaussee-u.  Brückengelder ­
  232,000  ,  Berg-  und  Hüttennutzungen  87,540,  Flösserei
und  Holzhöfe  40,000
Tür  das  Telegraphenwesen  ist  14,000  Thlr.  etatmässiger  und
^  10,000  transitorischer  Zuschuss  angesetzt).
3)  Zinsen  und  Administrationseinkünfte  dabei  Zinsen
von  Active  apitalien  040,00(1,  Lotterieüberschuss  500,000,  Besoldungsabzüge ­
  zum  Pensionsfond  70,000)

Thaler.
1'471,740

3'000,040

1'27:^5%
5'750,808

*)  In  dem  Gesetz-  und  Verordnungsblatte  sind,  abweichend  von  dem  Gebrauche ­
  anderer  constjtut.  Staaten,  nur  die  Hauptziffern  der  Budgetpositionen, ­
  ohne  alle  Special  isirung  der  einzelnen  Etats,  abgedruckt.
            
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