Full text : Handbuch der vergleichenden Statistik- der Völkerzustands- und Staatenkunde

GKÜSSBRITANIEX.  —  Finanzen  Ausgaben).

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Stempel,  nur  bei  Summen  über  100  J6,  wird  bei  inländischen  Wechseln
mit  2  Shill.,  bei  ausländischen  blos  mit  S  Den.  erhoben.  Vermächtnissund ­
  Erbschaftssteuer  sind  so  normirt  :

-  Geschwistern  der  Eltern  und  deren  Nachkommen  .  .  5  -
-  Geschwistern  der  Grosseltern  und  deren  Nachkommen  6
-  sonstigen  Verwandten  oder  Fremden  10
Der  Ertrag  dieser  Erbschaftssteuer  war  (stark  steigend)  ;
^  1821  1831  1841  1851  1856
£  1N()3,ooO  2’11H,ü00  2’221,000  2’;J79,000  3’ü9S,000
Die  Taxen,  eigentlich  Assessed  Taxes,  werden,  mit  Ausnahme  der
Jagdscheine  in  Irland,  nur  in  Grossbritanien  erhoben.  Sie  umfassen
Grund-  und  Häusersteuer,  Dienerschafts-,  Wagen  -  und  Pferdesteuer,
Hunde-  und  Wagen-,  dann  Haarpuder-  und  Jagdsteuer.  Die  Grundsteuer ­
  ist  längst  los  käuflich  erklärt.  Die  Häuser-  trat  an  die  Stelle
der  (übrigens  viel  höher  gewesenen)  Fenstersteuer.  —  Der  Gesammtertrag
  aller  Taxen  war  18«*/«,  ;V150,000,  IS«»/«*  3  218,000  £.  Dazu
lieferten;  die  Haussteuer  84  4,079,  die  Abgabe  von  männlichen  Dienern
208,830,  von  Luxuswagen  350,833,  von  Hunden  205,329,  von  Wappen ­
  60,182,  von  Haarpuder  (bei  Bedienten)  etwas  über  1,000  £.
Hauptausgaben.  Nach  der  provisorischen  Aufstellung  für
1S«%,  erforderten:  die  Erhebungskosten  etc.  4’527,433  £.  Nach  deren
Abzug  ergab  sich  ein  Reineinkommen  von  63  328,853.  Hievon  nahmen
hinweg:  die  Schuld  20’21  1,791  =  41,39  Proc.,  die  Land-  und  Seemacht ­
  20  345,572  =  41,00  Proc.,  so  dass  für  die  ganze  Civilverwaltung
  jeder  Art  nur  10’77  1,490  £  =  17,01  Proc.  blieben.
Die  vcrhältnissmässigc  Kleinheit  des  Bedarfs  für  die  innere  Verwaltung ­
  hat  ihren  Grund  in  der  1  )urchführung  desSelf-Governments.
Die  Grafschaften  und  die  Gemeinden  haben  ihre  Bedürfnisse  selbst  zu
bestimmen  und  ebenso  zu  decken,  wie  sie  sich  auch  selbst  zu  verw  alten
haben.  In  grossen  Städten  findet  man  oft  nicht  einen  eigentlichen
Kronbeamten.  Nach  Porter  ‘the  progress  of  the  nation  in  its  various  social ­
  economical  relations)  betrug  die  Zahl  aller  Angestellten,  also  mit
Post-  und  Zollbeamten,  nur  ohne  die  Kriegsmacht,  im  J.  1835  23,578  ;
ihre  Bezüge  aus  der  Staatscasse  waren  2’780,278  £,  also  etwa  19  Mill’.
Preuss.  Thlr.,  während  die  Ausgabe  für  51,597  Civilbeamte  in  dem
yerhältnissmässig  nicht  reichen  Preussen  schon  vor  Jahren  auf  beiäufig
  30  Mill.  ihlr.  stieg.  Nach  einem  Blaubuche  von  1850  war  das
l  ersonal  in  den  eigentlichen  Regierungsämtern  seit  1835  noch  ansehnlich ­
  verringert  worden.  Es  gab
im  Jahre  1835  3880  Bureaubeamte  mit  101,012  £  Besoldung
-  -  1850  nur  2790  -  _  yi’,io0  -
Diese  Ersparniss  ward  hauptsächlich  im  Militär-,  Zoll-  und  Postwesen

von  1  lescendenten  und  Ascendenten  .  .
-  Geschwistern  und  deren  Nachkommen

1  Proc.
3  -

aufjreklebt.  Minister  DismAlt  .i:  o*  i  ......  •

halb  so  gross  als  erwartet  wurde.
            
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