Anhang. Zur Philosophie der Statistik.
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verbessern, wol aber wird eine solche Verbesserung erzielt werden durch
eine weitere Entwicklung der Intelligenz und eine damit in Verbindung
stehende Verringerung des vorhandenen materiellen Elends. —
Indem wir beitragen zur Verbesserung der menschlichen Zustände,
folgen wir gerade einem durch die menschliche Natur in uns gelegten,
durch die Verhältnisse in uns entwickelten, durch die auf uns einwirken
den Umstände, gleichsam von der Geburt bis zum Tode, weiter drän
genden Triebe. i.r v i
Und was in dieser Beziehung geschieht, ist nicht vergeblich 1
Man hebe das die Finanzen der Staaten wie den Gesundheitszu
stand seiner kräftigsten männlichen Jugend untergrabende stehende
Heerwesen auf, durch Einführung einer, die Vertheidigungskratt
unendlich erhöhenden wirklichen Wehrhaftmachung der ganzen Nation,
nach dem praktischen Vorbilde der Schweiz, so wird man selbstverständ
lich auch die Selbstverstümmelungen in den Reihen unserer Jugend be
seitigt haben, und es werden ebenso die in manchen Ländern furchtbar
zahlreichen heimlichen Auswanderungen, um sich dem Jahre langen
blosen Casernendienst zu entziehen, vollständig aufhören. Ebenso wird
die damit verbundene Vergrösserung der Sterblichkeit von selbst hin
wegfallen. — Beseitigt man so viele monströse Erschwerungen der An-
sässigmachung und Verehelichung, so wird unzweifelhaft auch die enorme
Zahl der unehelichen Geburten vermindert, und damit in physischer
Beziehung das Sterblichkeitsverhältniss der Neugebomen verbessert in
moralischer die wohlthätige Wirkung der Erziehung in einem geregelten
Familienkreise erlangt werden. „ofiopTipt
Die Ergebnisse der Statistik führen also zu der mit mathematischer
Schärfe zu präcisirenden Erkenntniss, dass bei dieser oder jener Ein
richtung das eine oder andere physische oder moralische Uebel vermin
dert oder vermehrt wird. Sie leiten uns dahin, das Eine zu thun, das
Andere zu vermeiden, wodurch wir die Menge der UnglücksfMR und
Missstände verringern und günstigere Verhältnisse herbeiführen können.
Die Zahl der Häuser, welche in einer grossen Stadt niederbrennt, wech
selt in einer gegebenen grössern Periode nur wenig,
die gleiche bleibt. Ersetzt man aber die Holz- durch Steinbauten, d
strohbedach,mR durch Ziegeln oder Schiefer und führt zwischen den
einzelnen Gebäuden Brandmauern auf, so werden die Veranlassungen zu
Feuersbrünsten allerdings wiederkehren, aber mit weit geringerem r o ge
und weit geringerer Verheerung. Man wird von ausgedehnten Brän en nur
in viel grösseren Zwischenräumen hören; ganze Städte wer en (¡i^a e
nie mehr vollständig abbrennen ; und dass die Assekuranzpr mie er-
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auf die Unfälle einwirkendes Moment einem andern substit ,
lere Lebensdauer 49 Jahre (z. B. in den gesundesten Bezirken von
K o 1 b SUtUtik. 4. Aufl.