Full text : Währung und Handel

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reich  weniger  wertli  ist,  als  auf  dem  Weltmärkte.  Und  es  ist
dies  anders  gar  nicht  möglich.  Im  Lande  mit  Papiercirculation
haben  die  Edelmetalle  aiifgehöM  als  (xeld  zn  functioniren  ;  sie
wären  absolut  werthlos,  wenn  sie  nicht  einerseits  durch  ihre
Verwendbarkeit  zu  anderweitigen  Zwecken,  andererseits  durch
ihre  Exporttähigkeit  auf  einem  gewissen  Preise  gehalten
würden.  îsun  ist  es  aber  klar,  dass  Silber  und  (lold,  wenn
ihnen  die  Verwendbarkeit  zu  (  urculationszwecken  genommen
würde  und  sie  hlos  jenen  tlehrauohswerth  behielten,  der  aus
ihrer  Verwendbarkeit  zu  Schmuckgeräthen  und  zu  industriellen
Zwecken  hervorgeht,  ganz  ungeheuer  im  Preise  sinken  müssten.
Gelänge  es,  den  Export  der  edlen  Metalle  aus  einem  zum
Papiergelde  ühergegangenen  Verkehrsgehiete  zu  verhindern,
so  müsste  innerhalb  der  (Grenzen  dieses  Landes  diese  Entwerthung
  des  (loldes  und  Silbers  im  vollen  Umfange  eintreten.
  Dass  dies  nicht  geschieht,  hat  seinen  (Irund  lediglich
darin,  dass  man  tîold  und  Silber  sehr  leicht  exportiren  kann,
sie  auch  thatsächlich  ausser  Landes  schafft,  sowie  ihre  inländischen ­
  Preise  so  weit  zurückgegangen  sind,  dass  die  Ausfuhr
lohnend  wird.  Es  muss  also  noth  wendige  iweise  der  gesammte
Edel  meta  llvoirath  eines  solchen  Landes  mindestens  um  den
Betrag  der  Münz-,  Fracht-  und  Vei’sicherungskosten  geringer
sein,  als  er  es  auf  dem  \\  eltmarkte  wäre,  da  ja  dieser  inländische ­
  Preis,  hei  Lichte  besehen,  lediglich  aus  dem  W  eltpreise, ­
  abzüglich  der  erwähnten  Spesen  besteht.  Nehmen  wir
an,  dass  diese  Sj)esen  1  Percent  vom  Werthe  betragen,  so
wird  Silber  und  (lold  im  Inlande  um  I  Percent  weniger
werth  sein,  als  auf  den  Märkten  der  Metallgeldländer  und  da
das  Disagio  der  Landesvaluta  hlos  die  Differenz  zwischen  dein
inländischen  Metall-  und  dem  Papiergelde  ausdrückt,  so
wird  die  Differenz  zwischen  der  Landesvaluta  und  dem  Weltjireise
  des  Edelmetalls  noch  uni  1  Percent  grösser  sein.
Man  wird  also  beispielsweise  für  240  91  Francs  in  Paris
hei  einem  Agiostande  von  110  nicht  110  fl.,  sondern  111.,  fl.
Papier  gehen  müssen.  Der  Wechselparicours  zwischen  Wien
und  Paris  wird  nicht  der  inneren  (Qualität  des  beiderseitigen
Metallgeldes  entsprechen,  sondern  erst  dann  im  (Gleichgewichte ­
  stehen,  wenn  1  Percent  vom  österr.  Werthe  abgezogen, ­
  respective  1  Percent  zu  den  französischen  Werthen
            
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