Full text : Währung und Handel

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die  durch  die  Valiitascliwankungen  hervorgerufene  Theuerung
der  Lebensinittelpreise  und  Löhne  noch  über  das  durch  die
Verminderung  des  Geld  wertlies  bedingte  Mass  hinaus  ging;
so  stellt  sich  die  Rechnung  folgendermassen  :  Bei  ®/i„  der
Ausgaben  muss  man  die  Preissteigerung  zum  mindesten  mit
dem  vollen  Betrage  der  Geld  Verschlechterung  in  Anschlag
bringen;  diese  betrug  iiiiniin  Mittel  der  ganzen  Epoche  der  Geldzerrüttung ­
  17  ^  3  Percent  und  es  würde  sieh  also  bei  dieser  ersten
Ausgabekategorie  eine  Zubusse  von  rund  Millionen  im
Jahresdurchschnitte  ergeben  ;  bei  den  '’’/n,  der  zweiten  Kategorie
kann  die  Erhöhung  mit  mindestens  10  Percent,  das  wäre  mit
27  Millionen  im  Jahre  berecluiet  werden,  so  dass  sich
die  Gesammterhöhung  der  Ausgaben  in  Folge  der  Val  uta-Schwankungen
  auf  durchschnittlich  öO  Millionen  Gulden  im
Jahre  belaufen  würde.  Zieht  man  davon  die  1Ò  Millionen
Gulden  Zinsenersparnisse  ab  ,  'SO  bleibt  ein  Deficit  von
dÜ  il  Honen  Gulden  im  Jahre.  Von  diesem  Deficit  konnte
allerdings  durch  willkürlichen  Steuerdruck  und  durch  unverliältnissmässige
  Belastung  einzelner  Steuerträger  ein  geringer
Theil  hereingebraeht  werden;  wenn  man  jedoch  bedenkt,  dass
die  Staatsausgaben  regelmässig  dann  am  grössten  waren,  wenn
die  Valuta  am  schlechtesten  stand,  da  ja  zumeist  dieselben
Ereignisse,  welche  den  Geldwerth  in  Oesterreich  am  ra])idesten
versehlechtcrten,  zugleich  auch  die  Bedürfnisse  des  Staates  aut  s
höchste  steigerten,  und  überdies  in  solchen  Fällen  gerade  jene
Ausgaben  zu  abnormer  Höhe  an  wuchsen,  bei  denen  unmittelbar
der  volle  Betrag  der  durch  die  Valutaversehleehterung  bedingten
Preissteigerung  zugesetzt  werden  musste  j  wenn  man  erwägt,  dass
aus  diesen  Gründen  eine  Jahr  für  Jahr  vorgenommene  detaillirte
lleclinung  zeigen  würde,  wie  thatsächlich  in  Folge  der  Valutaseh ­
  wankuugen  zu  den  Staatsausgaben  weit  mehr  zugesetzt  werden ­
  musste,  als  die  obige  Durchschnittsrechnung  ergibt;  so  ist
es  keine  Uebertreibung,  wenn  man  behauptet,  dass  trotz  aller
dagegen  angewendeten  Steuererhöhungen  der  durch  die  Valutaniisère
  herbeigeführte  Ausfall  im  Staatshaushalte  im  Durchselinitte
  der  Jahre  mimlestens  die  obigen  05  Millionen  Gulden
betragen  haben  müsse.  Dies  ergäbe  aber  für  die  abgelaufenen
28  Jahre  der  Zettelwirtbsehaft  eine  Summe  von  980  Millionen
und  mit  Zinseszinsen  rund  2  Milliarden,  Das  ist  nun  annä-
            
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