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demselben daher ohneweiters und ohne jede einseitige Vorliebe
für die von ihm zuerst aufgestellte Hypothese volle Berechtigung
ein. Aber er bezweifelte, dass dies allein genüge, um
die Silberströninng zu erklären ; er bewies, dass dieselbe stattgefnnden
habe, noch bevor die ostindische Compagnie bedeutendere
Eroberungen gemacht habe, und kam daher zum
Schlüsse, dass die Ausdehnung der britischen Herrschaft allein
nicht genüge, um die Erscheinungen der Silberflnctuation
zu erklären.
Und in der That genügt der Erklärnngsgrnnd des Herrn
Lees wohl, um einzelne grosse Schwankungen im Silberbedarfe
Ostindiens zu erklären, nicht aber zur vollständigen Aufhellung
der seit mehr als drei Jahrhunderten ununterbrochen fortwährenden
Erscheinung. Ja, um diese Erscheinung im grossen
Ganzen zu erklären, ist Lees’ Auseinandersetzung sogar überñüssig,
denn hier genügt ganz ausschliesslich der Hinweis
darauf, dass Indien seinen Antheil am Edel meta livorrat
he der AVeit über Europa erhält und dahei
kraft desselben Gesetzes, welches den amerikanischen
und australischen Edelmetallstrom
nach Europa lenkte, ein Silberstrom von Europa
nach Ostasien fliessen musste.
Da der Edelmetallvorrath der Welt seit der Entdeckung
Amerika’s um nahezu HO Alilliarden Gulden vermehrt wurde,
so sollte man sich vielmehr wundern, dass die ostasiatischen Länder,
deren Ausdehnung und Einwohnerzahl diejenige Europa’s
und Amerika’s zusammengenommen um das Doppelte übersteigt,
von diesem Gesammtcpiantum b 1 o s nahe an 8 Milliarden beanspruchten.
Man hat die Thatsache vor sich, dass zwei Drittheile
der Bewohner der civilisirten Hrde von der gesammten Edelmetallprodnction
blos ungefähr ein Viertel und das andere
Drittheil der Bewohner von dieser Edelmetallproduction drei
Viertel beanspruchen. Europa hat also im Verhältnisse zu
seiner Bewohnerzahl sechsmal mehr Edelmetall consnmirt als
Ostasien und man sollte daher von rechtswegen untersuchen,
nicht, warum Ostasien so viel, sondern warum es so wonig
Silber anfgenommen hat.
Die Erklärnngsgrüiide tür diesen letzteren Umstand
liegen ziemlich offen zu Tage. Der Verkehi’ Ostasiens ist