Object: Geschichte der großen amerikanischen Vermögen (Bd. 2)

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überlassen, in ungestörter Muße über die geheimnisvollen 
Schönheiten der Rechtsprechung nachzudenken?). 
Aber wenn die Gesellschaft auch einen oder vielmehr 
zwei neue Namen hatte, so behielt sie doch alles an Stif- 
tungsurkunden, Privilegien und Steuerfreiheiten der alten 
Korporation — so lautete die Entscheidung. Von ihren 
Schulden war sie befreit; in allen ihren Aktiven und Besit- 
zungen war sie sichergestellt. Das war der große und wich- 
tige Punkt; Namen waren nur eine brauchbare Maske, 
unter deren Schutz die „Eingeweihten“ die kleineren Kapi- 
ralisten betrügen konnten. 
Ungeheuer große Unterstützungsgelder gestohlen 
Was haben die Projektenmacher, während sie diese große 
Schar von Gimpeln beschwindelten, mit den ungeheuer 
großen Unterstützungsgeldern angefangen, die sie in der 
einen oder anderen Form zum Bau der Eisenbahn erhalten 
hatten? Das Geld war tatsächlich verschwunden. Wohin? 
Abgesehen von einigen hundert Meilen planierten Prärie- 
landes, war nur wenig Eisenbahnbau für die angegebenen 
Ausgaben aufzuweisen. Selbst die kurze, zehn Meilen lange 
Strecke der Hauptlinie von St. Paul nach Minneapolis war 
um 1862 nicht, wie es das Gesetz verlangt hatte, in Betrieb 
genommen. Warum nicht? Die Geschwindigkeit, mit der 
ein solches Vermögen wie das Sages aufgehäuft wurde, war 
die Antwort. Das Geld war gestohlen. 
Als sich die Bestecher von Beruf, die diese Eisenbahn aus- 
geplündert hatten, ursprünglich um Gaben an Land und 
Geld an den Kongreß und an Minnesota wandten, hatten 
sie sich selbst als Kapitalisten mit „reichen Hilfsquellen“ 
zur Ausführung des Planes bezeichnet. Alles, was sie brauch- 
ten, so führten sie aus, war die staatliche Unterstützung in 
irgendeiner Form, weil „das Unternehmen so kostspielig 
sei‘, Nachdem sie die Eisenbahn bis zum Bankrott aus- 
geraubt hatten, fing eine besondere Kommission des Senats 
von Minnesota an, ihre Antezedenzien und ihr Verfahren zu 
1) Edward C. Hopkins contra-St. Paul and Pacific Railroad Company, Dillon’s 
Circuit Court Reports, 1871—1873, 2, 396—398.
	        
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