Full text : Die Social-Demokratie

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Arbeitsertrag.

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„Egoismus  beruhenden  Gesellschaftszuständen  zu  den  neuen,
„das  socialistische  zu  hohen  Leistungen  anspornende  Princip
„das  passendste  sein  mag,  während  in  späteren  Zeiten,  wo
„Generationen  der  nenen  Gesellschaft  herangewachsen  sind  und
„der  Sporn  des  persönlichen  Vortheils  durch  den  Sporn
„des  Eifers  für  das  Gemeinwohl  ersetzt  wird,  das  der  vol-„len
  Gleichheit  am  nächsten  kominende  konnnunistische  Prin-„cip
  allmälig  sich  geltend  machen  kann."  Vgl.  Jl  Social-Temokrat"
  1875,  10.
Wir  bezweifeln,  ob  mit  diesem  Bertheilungsprincip:  „Jeder
genieße  gemäß  seiner  Anstrengung",  den  Arbeitern  eine  sehr  verlockende ­
  Perspektive  eröffnet  sein  wird,  denn  es  setzt  auf  die
Unfähigkeit  eine  Präniie.  Der  Socialismus  beschuldigt  die
heutige  Produktion  der  Ausbeutung  der  Schwachen  durch  die
Starken.  Die  socialistische  Produktion  erhebt  die  Ausbeutung ­
  der  Fähigen  durch  die  Ilnfähigen,  der  Starken  durch
die  Schwachen  zum  Gesetz.  Dadurch  ist  erst  recht  ein  Zustand
  geschaffen,  in  welchem  Einer  von  der  Arbeit  des  Andern
  lebt,  der  Unfähige  von  der  Arbeit  des  Fähigen.  Diese
Art  der  Ausbeutung  als  Brüderlichkeit  zu  bezeichnen,  ist  völlig ­
  unzulässig,  da  die  Brüderlichkeit  da  aufhört,  wo  die  Freiwilligkeit ­
  aufhört,  und  das  Gesetz  anfängt,  mich  zu  Opfern
für  den  geringeren  Bruder  zu  zwingen.  Mit  demselben  Recht
wüßte  die  Social-Demokratie  das  heutige  Steuerzahlen  eine
Bethätigung  der  Brüderlichkeit  nennen,  da  die  Steuern  ja
auch  vom  Gesetz  geforderte  und  erzwungene  Beiträge  für  das
Ģemeinwohl  sind.
Ein  anderes  Princip  will  der  „Volksstaat"  der  Vertheilung
  des  Arbeitsertrags  zu  Grunde  legen.  Er  schreibt
(1874,  90):
»Die  Arbeit  des  Einzelnen  und  die  der  Familie,  die
"Arbeit  der  Fabrik  und  die  Arbeit  der  Gesellschaft  ist  ein
            
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