Familie.
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oder durch ivgeiib eine Pflicht belästigt zu sein. Eon einem
Familienleben taun somit gar keine Rede sein. Die Einzelsamilie
verliert sich in der Gesammtfamilie, und wie einst
der französische Socialist Enfantin die Gründung einer solchen
großen Familie mit gemeinsamem Haushalt versucht hat,*)
so hofft auch der „N. Soc.-Demotrat" (1675, 15), daß das
Familienleben sich durch Freundschaftsbund in solcher Weise
ausdehne, daß die Kindererziehung nnd Pflege, das ganze
häusliche Leben in größerem Umfange, gleichsam in einer
großen Familie sich vollstehe.
Es ist nicht unwichtig über die Stellung der Socral-Demokratie
zur Ehe und Familie sich klar zu werden. Wenn
auch einzelne Social-Demokraten gegen den Vorwurf einer
Begünstigung der Weibergemeinschast sich energisch verwahren
mögen, so liefert uns die socialistische Presse doch genug
Anhaltspunkte sür die Behauptung, daß der konsequent fortschreitende
Socialismus schließlich bei der Aufhebung der
Ehe lind Familie ankommen wird. Wir glauben gerne, daß
nicht alle mit dieser letzten Konsequenz sympathisiren mögen;
für Einzelne, die der socialistischen Entwickelung bereits vorausgegriffen
haben, mag sie gerade die Ursache ihrer Hinneigung
zum Socialismus sein.
Die Umwandelung der Einzelfainilie in die Gesammtsaniilie
ist eine nothwendige Folge der kommunistischen Grundsätze,
welche auf der Grundlage der Gemeinsamkeit des Besitzes
auch „gemeinsame Arbeit und gemeinsamen Geruch"
fordern. Bei einer Erörterung der „Vorzüge des Kommunismus*
sucht der „N. Soc.-Demokral" (1873, 117) zu
beweisen, „wie außerordentlich praktisch gerade das k'vmuiu-*)
L. Stein, Der Socialismus und Kommunismus des
heutigen Frankreich. Seite 207 u. fs.