Full text : Die Theerfarben-Fabriken der Herren Meister, Lucius & Brüning zu Höchst a. Main, in sanitärer und socialer Beziehung

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249  haben  bios  eine  Schlafstelle  und  48  wohnen  bei  ihren  Eltern.  Die  Fabrik
selbst  besitzt  50  Wohnungen  und  51  Schlafstellen,  letztere  in  8  getrennten
Zimmern.  Von  den  ersteren  befinden  sich  10  iin  directen  Anschluss  an  die  Fabrik; ­
  die  anderen  stehen  auf  einem  abgerundeten  Terrain  nördlich  und  etwa
5  Minuten  von  der  Fabrik  entfernt  an  dem  Wege  von  Höchst  nach  Zeilsheim,  auf
dem  sogenannten  See-Acker.  Die  Anlage  D  13.  gibt  einen  Situationsplan  dieser
Wohnungen,  während  die  Anlagen  D  14.  und  D  15.  Pläne  der  Bauart  der
Wohnungen  darstellen.  Die  Wohnungen  unter  sich  sind  in  so  fern  verschieden,
als  ausser  den  entsprechenden  Nebenräumen  eine  Parterre-Wohnung  (D  14)  zwei
Zimmer  und  1  Küche,  eine  Wohnung  (D  14)  über  eine  Stiege  2  Zimmer,  2  Dachkammern ­
  und  1  Küche  und  jede  Wohnung  (D  15)  zwei  Zimmer.  3  Dachkammern
and  1  Küche  enthält.  Bei  diesen  Wohnungen  war  man  bestrebt,  eine  möglichste
Trennung  der  Familien  durchzuführen,  derart,  dass  jede  Familie  ihren  eigenen
Eingang  und  vollständig  abgeschlossene  Wohn-,  Keller-  und  Speichorräume  hat.
Am  bessten  hat  sich  in  dieser  Richtung  das  sogenannte  Mühlhausener  System  des
einstöckigen  mit  ausgebautem  Kniestock  versehenen  Hauses  (D  15),  welches  sich
la  4  vollständige  Wohnungen  theilt,  bewährt.  Sämmtliche  Häuser  liegen  in
einem  Garten  von  250  qm  Fläche,  derart,  dass  zu  jeder  Wohnung  ein  kleines
Gärtchen  gehört.  In  diesem  steht,  zu  jeder  Wohnung  gehörend,  eine  kleine  Stallung. ­
  Die  Aborte  befinden  sich  bei  D  15  neben  dem  Stalle  im  Garten,  bei
II  14  sind  dieselben  an  die  Häuser  angebaut;  bei  allen  befinden  sich  die  cementirten
  Gruben  im  Freien.  Die  wöchentliche  Mietho  dieser  Wohnungen  ist  verschieden. ­
  Dieselbe  beträgt  für  eine  Wohnung  in  D  1  5  per  Woche  3  Mk.,  für
eine  solche  in  D  14  in  dem  unteren  Stock  2,  in  dem  oberen  Stock  Mk.  2.50,
also  im  Durchschnitt  pro  Jahr  incl.  Stallung  und  Garten  ca.  Mk.  150.
Ein  .Mieth-Vertrag  über  eine  solche  Wohnung  zwischen  der  Fabrik  und  den
Arbeitern  liegt  als  Anlage  D  16.  bei.

M  ieths-V  ertrag.

D.  1  fi.

Zwischen  der  Handelsgesellschaft  Meister  Lucius  und  Brüning  einerseits ­
  und  anderseits  ist  am  heutigen  Tage  folgender  Miethsvertrag  abfiieschlossen
  worden  :
§•  1.  Die  genannte  Handelsgesellschaft  vermiethet  vom  18..
^^an  die  Wohnung  No.  .  .  .  bestehend  aus
sowie  den  zu  diesem  Hause  gehörigen  Garten  für  die  vereinbarte  Summe  von
*  Mark  per  Jahr  oder  per  Woche  gegen  eine  beiden  Theilen
joder  Zeit  freistehende  14  tägige  Kündigung.
§.  2.  Der  wöchentliche  Miclhbetrag  wird  am  Ende  jeder  Woche  bei  der
Ablöhnung  in  Abzug  gebracht.
§•  3.  Mietber  bekennt,  die  Wohnung  in  gutem,  baulichem  Zustande  erhallon
  zu  haben,  versjtricht  dieselbe  reinlich  zu  halten  und  kommt  für  alle  Beschädigungen ­
  auf,  ausser  für  den  gewöhnlichen  Verschleiss.

§•  4.  Der  Miether  hat  kleine  Reparaturen,  z.  B.  das  nöthige  Ausweisen
wod  Tapezieren,  Versetzen  und  Putzen  derOefen,  die  Wiederherstellung  verdoroner
  Schlösser  und  Beschläge,  zerbrochener  Fensterscheiben  und  dergl.  auf  seine,
            
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