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Erstes Buch, Die Begründer.
fluß hat, ist für sie ohne Nutzen, und daher ohne Wert, während das,
was ihr fehlt, für sie einen großen Nutzen und folglich einen großen
Wert vorstellt. Jeder erscheint daher am Markt mit einer ihm nutz
losen Sache und verläßt ihn mit einer nützlichen 1 ). Folglich ist die
Behauptung der Physiokraten, daß der Tausch niemanden Nutzen
bringt, oder zum mindesten, daß der Gewinn des einen den Verlust
des anderen bedeutet, vollkommen falsch. Wohl versuchen die Physio
kraten und besonders Le Teosne eine Erwiderung, aber infolge der
Gründe, die wir oben gegeben haben (S. 52), konnten sie nicht zu
einem Verständnis dieses subjektiven Charakters des Wertes ge
langen.
< Diese Theorie sollte noch einen anderen Grundirrtum der Physio
kraten berichtigen und die Wissenschaft einen weiteren großen Schritt
vorwärts bringen, indem sie eine Erklärung der Produktion gab.
Wenn der Wert nur im Nutzen, und der Nutzen selbst nur in einer
bestimmten Beziehung zwischen den Dingen und unseren Bedürfnissen
besteht: was heißt erzeugen dann anderes, als diese Beziehung
zwischen den Dingen und unseren Bedürfnissen schaffen? Stellt nun
aber die Natur, der Boden diese Beziehung her? — Sehr selten.
„Sie bringt hauptsächlich Dinge hervor, die für uns nutzlos sind und
von denen wir keinen Gebrauch machen können. (Eine gedankenvolle
Bemerkung, die den Enthusiasmus der Physiokraten für die Alma
parens stark hätte abkühlen müssen!) Durch die menschliche Arbeit
erhalten die Dinge erst Formen, die sie nützlich machen. — Erzeugen
bedeutet: Stoff umformen 2 3 * * ).“ Welcher Unterschied besteht dann aber
zwischen der landwirtschaftlichen und industriellen Produktion?
Keiner. Die eine wie die andere formt nur das, was besteht, um 8 ).
'Weiterhin führt Condtllac sehr gut aus, daß, gerade so wie die
Industriearbeiter und die Grundeigentümer von den Landwirten ab
hängig erscheinen und es auch wirklich sind, auch diese nicht weniger
auf die Industriellen angewiesen sind.' „Die Frage, ob die Land
wirtschaft der Industrie oder die Industrie der Landwirtschaft vor-
*) „Die Annahme, daß man stets Wert gegen Wert tauscht, ist falsch. Im
Gegenteil, jeder der Tauschenden gibt stets etwas geringeres für etwas mehrwertiges.
— Der Vorteil ist gegenseitig, woher es wohl kommt, daß man von einem Tausch
„Wert gegen Wert“ spricht. Man ist aber wenig folgerichtig vorgegangen, denn
gerade deshalb, weil der Vorteil gegenseitig ist, hätte man schließen müssen, daß
jeder weniger für mehr gibt (Op. cit. S. 55/66). Man vergleiche dieses Zitat
mit dem von Le Teosne (S. 30, Anm. 2), und man wird die psychologische Über
legenheit bemerken.
, 2 ) Op. cit. I. Teil, Kap. IX.
3 ) „Wenn die Erde mit Erzeugnissen bedeckt sein wird, so wird es doch nicht
mehr Substanz als vorher geben; sie hat nur neue Formen, und in diesen Formen
besteht eben der ganze Reichtum der Natur“ (Op. cit., ibid.).