Full text : Die wirthschaftliche Bedeutung und Rentabilität des Elb-Spree-Canals

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Diese  Ziffer  von  1650  000  Tonnen  wird  kaum  überraschen,  denn  nach
Bellingrath*)  transportirten  pro  Meile  1873
der  Canal  latéral  à  l’Oise  .  .
„  „  de  Manicamp  .  .  .
„  „  de  St.  Quentin  .  .
die  canalisirte  Schelde  .  .  .
die  canalisirte  Oise
der  Erie-Canal
die  Elbe  bei  Schandau  1879  .
die  Ober-Elbe  bei  Hamburg  1879
Nun  sind  die  französischen  bez.  auch  die  belgischen  Canäle  durchaus  nicht  entsprechend ­
  den  Dimensionen,  welche  für  den  Elb-Spree-Canal  geplant  sind,  also  keineswegs ­
  gleich  leistungsfähig,  so  dass  es  durchaus  nicht  befremden  dürfte,  wenn  für  den
Elb  -  Spree  -  Canal  ein  höheres  Quantum  angenommen  würde,  weil  die  Transport-Verhältnisse
  günstiger  sein  werden,  als  bei  den  meisten  iremden  Canälen.
Y.
Nachdem  der  Gesammtverkehr  des  Elb-Spree-Canals  zu
1  650  000  Tonnen,  welche  die  ganze  Canalstrecke  passiren,
festgestellt  bez.  angenommen  worden  ist,  kann  in  die  eigentliche  Rentabilitäts-Berechnung
  eingetreten  werden.
Um  dieselbe  zu  vereinfachen,  ist  es  wünschenswerth,  dass  in  derselben  Weise,
wie  die  Güter  des  Localverkehrs  in  Durchgangsgut,  das  die  ganze  Canalstrecke  passirt,
umgerechnet  bez.  reducirt  worden  sind,  für  die  neue  Wasserstrasse  von  der  Elbe
(Grödel-Riesa)  bis  zu  dem  Hauptverkehrsplatze  Berlin  die  Zahl  der  zu  berechnenden
(vom  Schiffer  zu  zahlenden)  Tarif-  oder  Nutzmeilen,  also  die  Tariflänge  des
neuen  Wasserwegs  einheitlich  festgestellt  werde.
Der  eigentliche  Canal  von  Grödel  bis  Königs-Wusterhausen  ist  134,4  Kilometer ­
  lang;  von  Königs-Wusterhausen  bis  Berlin  beträgt  die  Entfernung  auf  Dahme
und  Spree  noch  30,o  Kilometer,  sodass  der  gesammte  neue  Canalweg  von  der  sächsischen
Elbe  bis  Berlin  sich  auf
164,4  Kilometer  =  21,92  Meilen,  rund  22,oo  Meilen.
beläuft.
Mit  Rücksicht  darauf,  dass  der  Schiffer  auf  der  18  Meilen  langen  Strecke
Gröditz  —Königs-Wusterhausen  Canalgebühren  und  (bei  Tauereibetrieb)  die  Kosten  der
Fortbewegung,  auf  der  4  Meilen  langen  Route  der  Dahme  und  Spree  nur  den  Aufwand
für  den  Transport  seines  Schiffes  (also  ohne  Canalgebühren)  zu  entrichten  haben  wird,
soll  die  ganze  Wasserstrasse  Gröditz—Berlin  zu
20  Tarif-  oder  Nutzmeilen  ==  150  Tarifkilometer
angenommen  werden.

1  694  097  Tonnen
1  662  153
1  480  696
1  018  864
1  220  505
3  500  000  „
1  593  460  „
1344  345  „

*)  Bellingrath,  Studien  über  Bau-  und  Betriebsweise  eines  deutschen  Canalnetzes  (Berlin,
Ernst  und  Korn  1879).
            
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