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Mitgliedern italienischer Ansiedelungen. Die Italiener im Auslande
sollen das Gefühl haben, daß die italienische Regierung
mit ihren Vertretern über sie sorgsam und freundlich wacht
und zur Unterstützung in Rath und That bereit ist. Um die
Mitglieder der italienischen Ansiedelungen im Auslande einander
zu nähern und in ihnen das Gefühl der Zusammengehörigkeit zu
beleben, sollen nationale Feste, wie die Geburtstage des Königs, der
Königin, das Berfassungsfest u. s. w., gemeinsam gefeiert werden.
Behufs Errichtung, Erhaltung und llnterstützung italienischer
Schulen im Ausland hat die Regierung 45,OOO Lire ausgeworfen.
Paraguay. In Paraguay ist die Zahl unserer Landsleute
freilich eine sehr geringe; jedoch läßt sich schon für die
allernächste Zeit eine beträchtliche Zunahme mit Bestimmtheit
erwarten. Abgesehen von den Indianern wohnen nach der am
1. März 1886 vorgenommenen Volkszählung in Paraguay
231,878 Menschen, darunter 4895 Argentinier, 825 Italiener,
530 Brasilier und nur 478 Teutsche nebst 130 wohl
meistens deutschsprechenden Schweizern. Eine ältere deutsche
Niederlassung ist die Kolonie San Bernardino, welche
jetzt wieder in erfreulichem Aufschwung begriffen zu sein scheint.
Das Klima und die Bodenbcschaffenheit des Landes werden
von allen Seiten als höchst günstig für deutsche Kolonisation
bezeichnet. In der jüngsten Zeit haben sich mehrfach Bestrebungen
geltend gemacht, auch dieses schöne, nach einem schrecklichen
Kriege von Neuem aufblühende Land deutschem Kapital
und deutscher Arbeit nutzbar zu machen, so namentlich von
Seiten der Leipziger „Südamerikanischen Kolonisation
sgesellschaft" und des D r. Bernhard Förster.
Die hochinteressante Schrift des letzteren „Teutsche Kolonien
in dem oberen La Plata-Gebiet, mit besonderer Berück-