Full text : Die Deutschen im Auslande

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Malimba,  Klein-Batanga,  Groß-Batanga;  ferner  südlich  davon:
Kap  Balta,  Batta  Bai,  Benito,  Klein-Eloby,  Gabun,  Libreville,
Ogowe,  Rudolfstadt  am  Ausflusse  des  Kwilu;  schließlich  südlich
von  der  Kongomündung,  im  portugiesischen  Gebiete,  Kiffembo.
Die  hervorragendste  der  am  westafrikanischen  Geschäft  betheiligten ­
  Firmen  ist  ohne  Zweifel  die  schon  mehrfach  erwähnte  Hamburgische ­
  Firma  C.  Woermann,  welche  allein  gegen  80
Faktoreien  und  Agenturen  besitzt.
Richt  genug  ist  es  zu  beklagen,  daß  das  bei  Weitem
günstigste  Handels-  und  Wirthschaftsgebiet  in  ganz  Westafrika,
das  Niger-Benue-Gebiet,  dem  Deutschen  Reiche  verloren ­
  gehen  mußte.  Der  Niger  mit  seinem  Nebenfluß  Benue
gewährt  eine  selbst  für  größere  Schiffe  fahrbare,  breite  Wasserstraße. ­
  welche  tief  in  das  Herz  des  dunklen  Kontinents  hineinführt, ­
  in  die  produktenreichsten,  bevölkertsten  und  zivilisirtesten
Gegenden  des  ganzen  Innern  von  Afrika,  in  den  Sudan,
eines  der  wichtigsten  Handelsgebiete  der  Zukunft,  wie  Dr.
Jannasch  in  seiner  im  Jahre  1886  gelegentlich  des  „Allgemeinen ­
  deutschen  Kongresses  zur  Förderung  überseeischer  Interessen" ­
  gehaltenen  Rede  über  die  Hebung  des  deutschen  Außenhandels ­
  ihn  nannte.  Trotz  der  aufopfernden  Thätigkeit  eines
Robert  Flegel,  trotz  der  eifrigen  Bemühungen  patriotischer
Männer  gelang  es  den  Engländern  uns  zuvorzukommen,  und
nunmehr  weht  an  beiden  Ufern  des  unteren  Niger  der  Union
Jack,  und  immer  tiefer  in  das  Innere  hinein  sucht  die  mächtige
lloyal  Niger  Company  ihren  Einfluß  auszudehnen;  ja,  nach
der  Vereinbarung  zwischen  dem  Deutschen  Reiche  und  Großbritannien ­
  über  die  gegenseitigen  Jnteresiensphären  in  Westafrika
  würde  selbst  der  wichtige  Ort  Jola  am  Benue,  im  Lande
A  d  a  m  a  u  a,  noch  innerhalb  des  britischen  Machtbereiches  fallen.
            
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