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von protestantischen Kirchengemeinden, theils von der katholischen
Geistlichkeit gegründet wurden und mit der betreffenden
Kirche ihres Distrikts in engster Verbindung stehen. Sie haben
sehr viel für die Erhaltung der deutschen Sprache in Amerika
geleistet, indem sie weit mehr Gewicht auf die deutsche als auf
die englische Sprache legen. Die deutsch-amerikanischen Privatschulen
unterscheiden sich von den vorigen dadurch, daß sie von
keiner Kirche abhängig sind. Sie wurden vor Jahrzehnten gegründet,
als das Volksschulwesen noch sehr im Argen lag und
die deutsche Sprache fast noch nirgends ein Heim gefunden
hatte. Wo der deutsche Unterricht in der Volksschule Gutes
leistet, sind sie gänzlich verschwunden; wo sie noch bestehen,
darf man sie als einen lebenden Vorwurf gegen die Volksschulen
betrachten. Nach der von Müller gegebenen Statistischen
Tabelle wirkten im Jahre 1883, soweit es vom Komitee für
Statistik des deutsch-amerikanischen Schulwesens am 14. deutschamerikanischen
Lehrertage festgestellt werden konnte, an sämmtlichen
deutschen Schulen der Union 4,247 Lehrkräfte und wurden
dieselben von 306,142 Schülern besucht. Im Jahre 1886
waren es, wie wir bereits gesehen haben 6,772 Lehrkräfte und
430,465 Schüler. Ein erfreulicher Fortschritt!
Von den deiltschen Schulen in Brasilien konnte Müller
Genaueres nur über diejenige in Rio de Janeiro in Erfahrung
bringen. Dieselbe ist fünfklassig und wird von 152
Zöglingen besucht. Gegründet wllrde sie und wird noch unterstützt
vom „Deutschen Hülfsverein" der brasilianischen Hauptstadt.
Ueber die unzweifelhaft zahlreichen deutschen Schulen in
den südlicheren Provinzen des amerikanischen Kaiserreichs, namentlich
in St. Catharina und Rio Grande do Sul liegt uns
leider genügendes statistisches Material nicht vor. Nach Herrn