Full text : Die Deutschen im Auslande

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Tschechenthum  in  einem  durch  künstliche  Mittel  hervorgerufenen
Fortschreiten  begriffen.
Österreichisch  -  Schlesien.  Die  Bevölkerung  Lesterreichisch-Schlesiens
  beträgt  650,662  Seelen,  von  denen  269,338,
also  fast  49  Prozent,  Deutsche  sind.  Die  Deutschen  wohnen
untermischt  mit  Polen  und  Wasserpolacken  im  östlichen,  Tschechen
und  Goralen  im  westlichen  Theil.  Die  Städte  sind  vorwiegend
deutsch.
Steiermark.  Von  den  1,183,260  Bewohnern  Steier
marks  sind  794,841  Deutsche,  etwa  67,2  Prozent;  die
übrigen  sind  Sl^owenen,  auch  Winden  genannt;  sie  haben
in  Untersteiermark  ihre  Sitze.  Die  ungefähre  Sprachscheide  bildetnach
  Kiepert's  Uebersichtskarte  der  Verbrei.
tun  g  des  Deutschthums  in  Europa  von  der  Körnte,
ner  Grenze  nach  der  Stadt  Mahrenburg  zu  die  Drau;  von
Mahrenburg  zieht  sich  die  Sprachgrenze  in  einer  mehrfach  gekrümmten
  Linie  nach  Ehrenhausen,  von  wo  sie  bis  zur  ungarischen
  Grenze  durch  die  Mur  gebildet  wird.  Nach  der  Andre ­
  e  's  ch  e  n  V  ö  l  k  e  r  k  a  r  t  e  von  O  e  st  e  r  r  e  i  ch  >  U  n  g  a  ru
ist  schon  ein  größeres  Gebiet  nördlich  der  Drau  slowenisch.
Sämmtliche  Städte  Untersteiermarks  sind  überwiegend  deutsch.
Das  Verhältniß  zwischen  den  Deutschen  und  der  windischen
Landbevölkerung  war  ursprünglich  ein  gutes,  bis  es  durch  fanatische
  Apostel  des  Slaventhums,  zu  denen  namentlich  die
slowenischen  Geistlichen  und  Lehrer  zählen,  von  Grund  aus  getrübt
  wurde.
Kärnten.  Tie  Deutschen  Kärntens  machen  ungefähr
70,4  Prozent  der  Gesammtbevölkerung  dieser  Provinz  aus;  man
zählt  hier  241,585  Deutsche  und  102,252  Slowenen.
Die  Sprachgrenze  folgt  nach  der  Kiepcrt'schen  Karte  so  ziemlich
            
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