Full text : Die Sonneberger Spielwaaren-Hausindustrie und ihr Handel

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jedem  Fabrikanten,  auch  dem  unbemittelten,  die  Möglichkeit
  geboten,  im  Concurrenzkampfe  mit  seinen  Fachgenossen ­
  ein  „unbegrenztes"  Erwerbsfeld  sich  zu  erringen,  darauf  er
nach  Maßgabe  seiner  Strebsamkeit,  seiner  Fachbildung  und  seiner  künstlerischen ­
  Fähigkeit  des  Erfolges  feiner  materiellen  und  geistigen  Productivität
völlig  theilhaftig  werden  kann.
Än  3#  selbst  stan  bi  g  er  ^abrif  anten,  Me  Me  bents  d,e  @pielmaaren
  =  3nbuftrie  belästigt,  steht  iie  nur  gewissen  Steigen  Mr  2eytil=Industrie
  nach,  an  volkswirthschaftlichem  Werthe  aber  wird  sie  von  keiner
anbeten  Snbnftrie  übertroffen,  soweit  beren  %abriiation
hausindustriell  betrieben  wird.  Die  Hausindustrie  stellt  auch  den
kleinen  Mann  in  seinem  Schaffen  und  Handeln  so  selbstständig  und
frei  wie  den  großen  Fabrikanten  und  setzt  ihn  mit  dem  Welthandel  in
bireften  %erfebr,  menngleid,  er  %mn  m#e  feiner  ^igniffe  ber
Vermittelung  eines  lokalen  Großhandelsstandes  sich  bedient,
welcher  der  Sorge  um  den  Verschleiß  seiner  Fabrikate  nach  Außen  auf
Credit  ihn  enthebt,  indem  er  sie  ausschließlich  gegen  Baarzahlung
ihm  abkauft,  um  verpackt,  auf  eigene  Rechnung  und  Gefahr  sie  zu  versenden.
Erst  durch  das  Bündniß  dieser  beiden  Faktoren,  der  Produktion ­
  mittelloser,  handelsunkundiger  Fabrikanten  mit  dem
Kapital  (aufmännifd,  gesamter,  nnternebmenber  m-ofi'
und  Exporthändler,  empfängt  der  Organismus  der  Ha  usin  dust  ri  e
seine  Lebenskraft  und  wächst  an  wirthschastlichem  Werthe,  in  je  weiteren
Kreisen  der  Exporthandel  den  Erzeugnissen  Absatz  verschafft.
3n  oer^iebenen  (Begenben  3)ent#lanbS,  in  Springen,  im  ^ra,  m
der  Röhn  re.  vegetiren  wie  von  Alters  her  so  heute  noch  armselige  Arbertergruppen,
  we^e  ihre  meist  groben  ^olawaareneraellgniffe  gnm  persans  ans
barite  nnb  Reffen  selbst  Raffen  müssen,  weil  (ein  ^0%#^#^  in
ihren  ^robl^^tionëorten  oorbanben  ist,  ber  mit  bem  Gim  nnb  ^erlauf  ihrer
Maaren  ¡id)  Ms#  nnb  ihre  Ärbcit  ans  bessere,  üWenbere  m^nen  len(  .
6ol(heS  MoinabenleMn,  baS  einen  iiniiberminbii(hen  Alicia  fnr  bie  Leute  bat,
lä^t  es  an  (einer  Ge#aftigfeit  in  ber  ^auSinbuftrie  (ominen  aerjtort  ben
Arbeitssinn  mb  schadet  moralisch  und  auch  pekuniär,  weil  handelsuntundige
Arbeiter,  beionberS  auf  mffen,  a^meift  @dhminblern  in  Me  Wbe  faüen.
Slnbcrcr^eits  ļìnb  ami,  bie  %&Ke  im  ^cininger  Dberlanbe  nnb  auSmarts
  a#reid),  basi  ^auSinbuftrieKe,  bie  meber  hanbelStmibig  noth  mo#,
habend  genug  waren,  um  mit  ihren  Erzeugnissen  direkte  Geschäfte  auf
            
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