299
iedenfalls als der hohe Tagelohn fur die lässige Negerarheit,
obschon der natürlich dabei auch von Gewicht war.
^ Anbau des Bodens geschieht auf äusserst sorgsame
oise, mit den vollkommensten Ackerbaugeräthen. Auch
^üngt man den Acker, zum Theil mit Stalldünger, zum Theil
Kunstdünger, Blut, Baumwollsamen und Guano. Sehr
iebt ist die Gründüngung, welche darin besteht, dass man
^•oe Bohnenart, „Kuhbohne“ genannt, ansäet und grün unterpflügt.
Solche Düngung ist, selbst auf diesem fruchtbaren
öden, nöthig, da Zuckerrohr und Reis denselben sehr aus-^ugen.
Der Acker ist in regelmässige Tafeln getheilt, welche
orch die Bewässerungsgräben von einander getrennt sind,
s Zugvieh bedient man sich grosser und schöner Maulthiere.
Wir fuhren durch grosse Strecken von üppigen Wäldern,
Solche zum Theile auf Pflanzungen aus der Sclavenzeit ge-^ächsen
waren, die aber in einigen Jahrzehnten wieder der
ultur gewonnen werden dürften.
Als wir auf unserer Bahn von Morgan City nach Houston
"^oiter vorrückten, hörten die Wälder auf, der Boden wurde
^ockener und weniger üppig fruchtbar, war aber immer noch
Schwarz und schön. Der Reisbau verschwand. Noch aber
^urde viel Zuckerrohr, Mais, Baumwolle und Hafer gebaut.
lein allmälig trafen wir auf weite Landstrecken, die noch
Jene alte tafelförmige Lintheilung hatten, aber eingezäunt
^^^ten und als Weideplätze für sehr gute Pferde und Rinder
•enten. Das Rindvieh von Louisiana ist französischer Ab-^^nimung,
erinnert an die starke und fleischige Charolaisund
ist dem texanischen Vieh weit überlegen. Das
orwandeln von Zuckerrohrpflanzungen in Viehweiden nahm
Stat.on Vermillion an erheblich zu, und endlich verschwand
der texanischen Grenze der Grossbetrieb der Landwirth-^^haft.
Kleine Farmen wurden auch spärlicher und man baute
ihnen nur mehr Baumwolle, Mais, Hafer und Gartenfrüchte.
Viehzucht wurde vorwiegend.
28 ^^hl der Farmen vermehrte sich von 1870—80 von
•481 auf 48.292, wohl meist durch Parzelliren grosser Plan-