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*’cgt. Als wir in dieser Stadt waren, fand ein Meeting ange
sehener Bürger statt, die eine Resolution dahin gehend fassten,
€s solle von Obrigkeitswegen etwas gegen die Einwanderung
<ier Ungarn gethan werden, die sie als überaus schmutzig,
durchaus arm und, weil sie eine Sprache sprächen, die hier
Niemand versteht, unfähig, sich ihr Brod zu erwerben,
schilderten.
In der That kann man diese Beschwerde nicht für unbe
gründet halten ; von rund 135.000 Einwanderern im Jahre
1879 waren 6520 aus Oesterreich, noch nicht fünf Percent;
^^gGgen wurden auf dem Refugium für Unbemittelte in Ward’s
Island 3148 Personen aufgenommen, von denen 117 aus Oester
reich-Ungarn waren. Dazu wurden 2202 Personen im Hospital
aufgenommen, wovon 68 aus Oesterreich-Ungarn. Dies Ver-
haltniss hat sich im vorigen Jahre bedeutend verschlechtert,
r^as Einwandereramt schaffte 1879 für 164 Ungarn und Böhmen
Beschäftigung.
Unser Hôtel war an den Tagen nach unserem Besuch in
Castle Garden ein Stelldichein von Slowaken in ihren Schafpelzen,
Welche unsere ungarischen Mitglieder erheblich brandschatzten
und im Hôtel nicht gerade gerne gesehen wurden. Man wies
ihnen einen besonderen Raum im Flur an. Sie wären alle
gern zurückgekehrt, wenn sie das Reisegeld gehabt hätten.
Is wir die Rundfahrt durch die Eisen- und Kohlenregion von
ennsylvanien machten, sahen wir truppweise solche arme
eute die Bahn entlang wandern. Man erzählte uns, dass 13
Grselben in nicht langer Zeit von Eisenbahnzügen überfahren,
^^^1" verstümmelt wurden, weil sie die Warnungs-
P 1 e der Locomotive nicht beachten. Sie sind gänzlich mittel-
gehen bettelnd in die Häuser und erschrecken die Frauen,
c c le diese ihnen wildvorkommenden Männer nicht verstehen
un Gewaltthat von ihnen fürchten. Solche Leute, die weder
die^ noch Deutsch verstehen, kein Geld haben, um bis in
16 Ackerbau- und Bergwerksdistricte gelangen zu können,
schreiben noch lesen können, hier keine Angehörigen
vollkommen hilflos sind, zur Auswanderung zu
ühren, ist sehr gewissenlos.