Full text : Die Theorie des Geldes

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Capitel  II.

oder  warum  sie  den  grössten  Theil  ihrer  Noten  fortwährend ­
  metallisch  ungedeckt  lassen  können,  während
der  übliche  einfache  Hinweis  auf  die  Thatsache,  dass
erfahrungsgemäss  niemals  alle  Noten  auf  einmal  zur
Einlösung  präsentirt  werden,  doch  olfenbar  noch  keine
Erklärung  ist.
Der  Unterschied  zwischen  den  Banknoten  und  andern ­
  Kreditpapieren  ist  sonach  also,  wenigstens  vom
ökonomischen  Standpunkt  aus,  kein  blos  formeller
oder  gradueller,  sondern,  ebenso  wie  der  Unterschied
zwischen  Geld  und  Waare,  in  der  That  ein  principieller.
Während  andere  Kreditpapiere,  wie  der  Wechsel,  gewissermassen
  die  Bolle  einer  Waare  im  Handel  spielen  2^)  —
wie  denn  auch  eine  Waare  unter  Umständen  oder  ausnahmsweise ­
  an  „Zahlungsstatt“  Verwendung  oder  Annahme ­
  finden  kann  (nur  dass  dies  immer  eine  Art  von
Kauf  oder  Preisbestimmung  der  betreffenden  Waare
voraussetzt),  —  spielt  dagegen  die  Banknote  geradezu
•  die  Bolle  des  Geldes  im  Handel,  oder  eigentlich,  richti-27)

  So  sagt  auch.  S.  Je  von  s,  Geld  und  Geldverkehr,  p.  347:
,,/cA  lege  keinen  zu  grossen  fCerth  auf  den  Gebrauch  von  //  cchseln
als  Ersatzmittel  für  Geld,  weil  sie  nur  in  beschränktem  Muasse  gebraucht ­
  werden  können  und  weil  sie  eigentlich  mehr  ff'aare
sind,  welche  man  für  Geld  kauft  und  verkauft,  als  Ersatzmittel ­
  für  Geld.'’*’
            
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