Full text : Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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14,011,700  M.  und  zwar  je  zur  Hälfte  etwa  auf  ländliche  und
städtische  Grundstücke  zu  05  resp.  47  pCt.  des  Taxwerths.  Es
entfallen  davon:  2,08ö,(X)0  M.  auf  Brandenburg,  2,713,400  M.  auf
Hannover,  2,164,400  M.  auf  Ost-  und  Westpreussen,  5,711,000  M.
auf  Schlesien,  der  Rest  auf  Posen,  beide  Sachsen  und  Hessen-Nassau.
  Es  fällt  einigermassen  auf,  dass  in  der  Hei  math  des
Instituts  die  Beleihungen  sehr  geringfügig  sind.  Der  Schwerpunkt
des  Geschäftsbetriebes  seheint  in  Schlesien  zu  liegen,  wie  das
auch  nach  der  Zusammensetzung  des  Aufsichtsraths  (worin  schlesische ­
  Magnaten  vorwiegen)  erklärlich  ist.  Wir  wollen  hoffen,  dass
die  Direktion  den  Interessen  des  Gross-Grundbesitzers  nicht  in  einseitiger ­
  Weise  Rechnung  trägt!  —  Der  Gesammtbestand  der  Hypotheken, ­
  über  dessen  Vertheilung  nach  Landschaften  keine  Mittheilungen ­
  gemacht  werden  —  obwohl  die  obigen  Nachrichten  über
die  Vertheilung  der  ncuerworbenen  Hypotheken  wohl  auch  für  die
frühere  Richtung  des  Geschäftsbetriebes  mehr  oder  weniger  bezeichnend ­
  sein  möchten  —  betrug  Ende  1870  80,035,310  M.,  die
Summe  der  undaufenden  Pfandbriefe  84,440,500  M.  Von  der
Neuemission  von  15  Millionen  M.  5  pCt.  Pfandbriefe  HI  a  sind  nur
7,500,0(K)  M.  im  vorigen  Jahre  verkauft  worden,  während  der  Restbetrag ­
  im  laufenden  Jahr  abgenommen  werden  sollte.  Unter  den
Aktiven  der  Bank  figuriren  10,420,020  M.  Debitoren,  worunter
vorzugsweise  Bankhäuser  sich  befinden,  welche  die  Beträge  für
übernommene  Pfandbriefe  etc.  schulden.  Unter  Lombard-Konto
(3,714,872  M.)  sind  Vorschüsse  auf  solche  Hypotheken  zu  verstehen, ­
  die  in  der  Regel  später  in  Annuitätcn-Darlehcn  umgewandelt
werden.  Der  Etfekten-Konto  von  2,819,007  M.  (darunter  480,720  M,
dem  Reservefond  gehörig)  enthält  nur  erste  Sicherheiten,  meist
sächsische  3  pCt.  Rente  und  preussische  Konsuls.  Aus  dem  Jahresgewinn ­
  von  5,439,505  M.  sind  ausser  den  Unkosten  (ca.  100,000  M  ),
den  Pfandbriefzinsen  (3,023,459  M.)  346,451  M.  als  Dotation  des
Tilgungsfonds  für  die  Prämien  resp.  Agiozuschläge,  mit  denen
die  Pfandbriefe  heimgezahlt  werden,  auszuscheiden.  Hienach  verbleiben ­
  noch  1,293,955  M.  Reingewinn,  wovon  204,955  M.  der
Extrareserve  zugeschrieben  und  108,iK)0  M.  dem  ordentlichen
Reservefond  überwiesen  werden.  840,iXX)  M.  gelangen  als  8  pCt.
Dividende  zur  Vertheilung  an  die  Aktionäre,  95,200  M.  erhält  der
Aufsichtsrath,  22,4(M)  M.  der  Vorstand  als  Tantième,  11,200  M.
werden  an  die  Landesregierung  zu  gemeinnützigen  Zwecken
            
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