XII
Vorwort des Uebersetzers und Bearbeiters.
Seite 391—393, die Gewerk- und Fachvereine auf Seite 394 und 395, die
Gewerbegerichte und die Conseils des prud’hommes auf Seite 396—398
summarisch beleuchtet sind; daran schließen sich auf Seite 400—402 einige
Bemerkungen über die Cartelle, die Verbreitung derselben in verschiedenen
Ländern und über die diesen Verbänden inhärirenden Vorzüge und Nachtheile.
Auch die Arbeiterschutzgesetze, die in unsern Tagen eine so große Be
deutung erlangt haben, erheischten eine eingehendere Darstellung. So wird
auf Seite 409—413 die betreffende Gesetzgebung Großbritanniens und Ir
lands, Deutschlands, Oesterreichs und Frankreichs behandelt. Dabei war
auch auf die Frage einzugehen, inwieweit die Verminderung der Dauer der
Arbeitszeit einen heilsamen Einstuß auf die Productivität der Arbeit ausübt.
Ueber dieses Thema sowie über die verschiedenen Arten der staatliche^Arbeiter-
versicherung in Dentschand und in Oesterreich haben wir uns auf ^eite 413
bis 423 verbreitet.
Nicht minder glaubten wir den Productivgenoffenschaften, an deren Exi
stenz mancherseits so große Hoffnungen geknüpft worden sind und vielleicht
noch geknüpft werden, eine etwas eingehendere Aufmerksamkeit schenken zu
sollen. Es ist dies auf Seite 428—431 geschehen.
Auf das Steuerwesen hat Devas durch seine kurzen, aber das Wesent
liche berührenden, inhaltreichen Auseinandersetzungen auch für continentale
Leser ein genügendes Licht geworfen. Wir haben unv daher der Haupt
sache nach auf Seite 459—460 mit einem Zusatz über die progressive Ein
kommensteuer, wie sie in Preußen besteht, begnügt. Ter Umstand, daß diese
in mancher Beziehung so gefährliche Steuer in diesem Staate verhältniß-
mäßig wenig Widerwillen mehr erregt, erklärt sich aus besondern Verhält-
niffen. Im allgemeinen werden auch continentale Leser den Ausführungen
Devas', welche auf die höchst bedenklichen Seiten dieser eventuell zur Reali-
sirung des schlimmsten Socialismus sehr gut verwendbaren Steuer hinweisen,
Beifall zollen müssen. Für Oesterreich mit seiner hinsichtlich der Steuermoral
vielfach laxen Bevölkerung empfiehlt sich die Einführung derselben jedenfalls
durchaus nicht.
Zum Schluffe haben wir einen zusammenfassenden Ueberblick über die neu
zeitliche Entwicklung der ökonomischen Wissenschaft gegeben und auf Seite 487
bis 500 die Ausführungen Devas' bedeutend erweitert; zunächst wurde hier
auf die verschiedenen socialistischen Lehrsysteme, sodann auf die Meinungen der
Anhänger des Historismus und auf die Anschauungen der entschieden auf
dem Boden des christlichen Sittengesetzes stehenden Gruppen von Oekonomisten
und Socialpolitikern, sowohl derjenigen katholischen Bekenntnisses als der pro
testantischen, hingewiesen. Doch handelt es sich in diesem Abschnitt nicht sowohl
darum, alle bedeutenden Schriftsteller der verschiedenen Schulen zu nennen