10. Kap. Die verschiedenen Zweige der Konsumtion.
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unverhüllte Hervortreten der Unsittlichkeit auf der Bühne ebensogut wie anders
wo zu verhindern.
I) Der Genuß gewisser Reizmittel und Narkotika. Dahin
Ñchort der Gebrauch der Betelnuß bei den Malaien, der Cocablätter in
gewissen Theilen Südamerikas und vor allem der des Tabaks, der sich
während der letzten drei Jahrhunderte über die Welt verbreitet hat und in
şu großen Massen consumirt wird, daß in den mächtigsten Staaten Europas
und Amerikas Quantitäten von über ein bis über vier Pfund auf den
Ķopf entfallen.
. To sehr auch einerseits ein übermäßiger Gebrauch des Tabaks den Einzelnen,
w sich davon nicht frei halten, Schaden bringen kann, so muß andererseits
och auch anerkannt werden, daß das Rauchen namentlich den untern Volks
schichten, die nicht viele andere Genüsie zu ihrer Berfügung haben, einen härm
ten Zeitvertreib und ein für den Körper verhältnißmäßig unschädliches
Reizmittel bietet.
K) Endlich jene leider nur zu häufigen Genüsse gänzlich unsitt-
îcherNatur, geschlechtliche Ausschweifungen, Spiel und über-
wäßigxtz Trinken. Was die erstern angeht, so hat eine von ernsten sitt-
îchen Grundsätzen erfüllte Regierung gewisse einschränkende Maßregeln zu
te ffen, namentlich auch ein schamloses, öffentliches Auftreten des Lasters
j U derhindern und zu strafen. Bor allem aber ist es Aufgabe der öffent-
ìchen Gewalt, das Familienleben und den heilsamen Einfluß der Religion
^ fördern. Wo diese mächtigen Factoren des Heils kräftig wirken, wird
die Unsittlichkeit, soweit das bei der beklagenswerthen Schwäche so vieler
wuschen möglich ist, eindämmen können.
Dem Unfug der Hazardspiele kann, da deren Verbreitung zum großen
o^Eile von der Leichtigkeit, mit der sie zugänglich sind, abhängt, durch
Eeignete gesetzliche Maßregeln, namentlich durch die Verfügung, daß Spiel-
u den gerichtlich nicht eingetrieben werden dürfen, bis zu einem gewiffen
y ta ^ e Einhalt gethan werden. Daß auch die Wetten bei den Rennen und
A 7 ìlwständen auch die Speculationen an der Börse und im geschäftlichen
lick' überhaupt unter den Begriff des Spiels fallen, ist einleuchtend. Frei-
^ ìşi es sehr schwer, bezüglich der Speculationen die Grenze zu ziehen, wo
"elben aufhören Transactionen zu fein, welche die sie Unternehmenden im
111 lief auf den voraussichtlichen, den wirklichen Conjuncturen entsprechenden
-s ìņ erlaubter Weise vor Schaden sichern oder ihnen Vortheil bringen sollen,
'v îņ ein unbesonnenes Wetten und Wagen übergehen. Auf diese heikeln
buT* 1 mirb im Ochsten Buch näher einzugehen sein. Die Berauschung
den übermäßigen Genuß geistiger Getränke oder narkotischer Mittel, wie
î^Pium, ist ein Laster, welches sich bereits in den ältesten Zeiten der
Kämpfe, Volkswirtschaftslehre. 11