Full text : Grundsätze der Volkswirtschaftslehre

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III.  Buch.  Die  Vertheilung  der  Güter.

die  Sprache  und  die  Gesetze  des  Staates,  in  dem  er  sein  Geld  placirt,  genau
zu  kennen  wünscht  und  sein  Eigenthum  wie  dasjenige  der  Unternehmungen
bei  denen  er  interessirt  ist,  unter  seinen  Augen  behalten  will.  Auch  die  Ban  ^
Häuser,  welche  so  großen  Einfluß  auf  die  Wahl  der  Unternehmungen  und  de
Staaten  ausüben,  denen  das  Publikum  seine  Ersparnisse  und  seine  Ge  ^
kapitalien  anvertraut,  bedienen  sich  dieses  Einflusses  mit  Vorliebe  in  *
Richtung,  die  ihnen  übergebenen  Summen  derartig  zu  placiren,  daß  '
in  die  Verhältnisse  der  Institutionen  und  der  Personen,  welchen  sie  diesel  e
zuführen,  stets  einen  gewissen  persönlichen  Einblick  besitzen.  Die  Londons
Pariser  und  Berliner  Bankhäuser,  welche  von  dem  in  San  Francisco,  1
Buenos  Ayres  sowie  in  andern  transatlantischen  Ländern  und  sogar  von  e
in  gewissen  europäischen  Handelsstädten,  in  Lissabon  oder  in  Athen  üblich
Disconto  profitiren  wollten,  müßten  an  den  betreffenden  Plätzen  GesŞ
Malen  errichten.  Da  sie  aber  hierzu  meistens  keine  Lust  haben,  so
sie  sich  mit  den  daheim  herkömmlichen  niedrigen  Zinsen  begnügen.
demnach  die  aus  der  Verschiedenheit  der  jeweiligen  Landesverhältnisse  1*1
erklärliche  Ungleichheit  des  Zinsfußes  durch  die  Auswanderung  von  MeĢ^
und  die  Placirung  von  Kapitalien  in  andern  Ländern,  in  welchen  der  3ļ n '
höher  ist,  auch  nicht  beseitigt,  so  hat  doch  ein  solches  Zuströmen  von  Mens  ^
und  Kapitalien  schon  in  alten  Zeiten  häufig  stattgefunden  und  war  schon
derjenigen  Epoche  des  Mittelalters  üblich,  in  welcher  sich  überall  in  E"r

Derjenigen  uyuuie  ut»  miucumci»  uuuu»,  m  --  ^
hanseatische  und  vor  allem  italienische  Häuser  vorfanden.  In  noch  weit  hoy  .
Vor  allem  englische,  dann  aber  a

Grade  findet  es  in  der  Jetztzeit  statt.  Vor  allem  englische,  dann  aver  ^
belgische,  deutsche,  französische  und  holländische  Geldleute  sind  über  den  ípi
Erdball  verstreut.  Dieselben  senden  in  ihre  Heimatländer  große  Geldsuv"
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der

nämlich  die  Interessen  der  verschiedenen  Arten  der  dem  Auslande  gewähr

Darlehen  und  der  Kapitalinvestirungen,  welche  die  vermöglichen  Lenti  ^
betreffenden  Länder  durch  ihre  Vermittlung  in  den  Gegenden  mit  şş  ^
Zinsfuß  machten.  Man  denke  nur  an  die  gewaltigen  Kapitalien,  wel
den  letzten  Jahrzehnten  in  Gestalt  von  Staatsanleihen  aus  deu  west-  und  cen  ^
europäischen  Ländern  nach  den  Vereinigten  Staaten  (zur  Zeit  des  Secesü  ^
krieges),  nach  der  Türkei,  nach  Aegypten,  nach  Rußland,  nach  Portugal  ^
nach  Griechenland,  ja  auch  nach  Italien  geströmt  sind.  Und  wie  hoch  be  sl  *
sich  ferner  die  Summen,  die  in  amerikanische  Eisenbahnunternehmungen  6  ^
und  auf  diese  Weise  zur  Ermöglichung  oder  Förderung  der  Güterprod"^,
in  den  transatlantischen  Ländern,  z.  B.  in  Argentinien,  verwendet  wu  ^
Zum  Schluffe  müssen  wir  uns  bezüglich  des  Zinses  noch  darüber  ^
werden,  ob  sich  gewisse  allgemeine  Gesetze  über  seine  Höhe  aufstelle^^
und  insbesondere  darüber,  ob  der  Zinsfuß  der  Darlehen  eine  sinkende  ¿  ^
verfolgt,  d.  h.  ob  der  Preis  der  an  der  Börse  gehandelten
            
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