Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Die  gewerblichen  Zustände  im  i8.  Jahrhundert.

197

^eren  Kloster  auf  dem  Boden  des  heutigen  Steuerverwaltungsgebäudes ­
  gestanden  hat,  stattgefunden  haben.  Auch  deutet  die
^ei  Gelegenheit  der  erwähnten  Verhandlungen  von  1427—28
’über  das  Braurecht  zwischen  den  Gilden  und  dem  Rathe  in
einer  Aufzeichnung  gebrauchte  Wendung:  ^Dyt  wart  en  also
^^igebracht  hir  over  in  den  a7ideren  stoven“  darauf,  dass  die
kleine  Gilde  in  der  Nähe  der  grossen,  vermuthlich  ihr  gegenüber
sich  befand  b
Die  Versammlungen  der  Gilde  wurden  in  einem  eigenen  Hause
^kgehalten,  das  an  der  Stelle  sich  befand,  wo  heute  der  von
1864—66  vollendete  Neubau  steht.  Das  alte  Gildenhaus,  dessen
^chon  oben  Erwähnung  geschah,  war  im  Laufe  des  17.  Jahrhunderts ­
  vernachlässigt  und  verwahrlost  worden,  so  dass  am  Ende
desselben  —  1694  —  ein  umfassender  Ausbau  nothwendig  wurde.
Welcher  Weise  dieser  ausgeführt  wurde,  belehrt  uns  eine  alte
^ildeaufzeichnung  aus  dem  genannten  Jahre.  In  ihr  heisst  es:
^^ennoch  haben  die  oben  gemeldete  Aelter  J^eut  Glicht  ufiterlaszen
^^nnen,  desz  Hauszes  sich  an  zu  7iehmen  U7id  dasz  selbe  zu  bauen
^^id  beszern  a7tge/ange7t,  I71  dem  sie  zu  erst  dasz  gantze  Dack  her
gC7iohme7t,  die  verfallente  Spare7i  auszgebeszert  7i7td  ga7itz  von
^^Ue7i  belattet,  wie  Nett  gesim77ies  U7td  alles,  wasz  obe7i  zu  7nache7t,
^^^fertige7i  lasze7t,  Negst  de77t  dasz  ga7itze  Hausz  U7nbher  beworffen
auszgebeszert,  Inwendig  de7t  7nittelste7i  Keller,  so  ga7ttz  ei7ige-^^Ucke7¿
  geweszen,  von  Neuen  7nit  Stei7ien  auszgeivolbet  worde7i,
^^’^gleichen  de7t  Kuche7t  U7id  Vorhausz  Keller,  so  ga7itz  untauglich
^^d  U7iineglich  lenger  stehe7i  kön7te7t,  dieselben  auffbrechen  und
Neuen  vo7i  Stein  gewolbeten  Keller  wieder  machen  lassen
heloffen  setzen  laszen  und  dabey  eine  Neue  Karner  gemacht,
^^^171  die  Speiszen  auffgegehe7i  werde7i.  Woru7iter  auch  ei7i  ge-^^sz(iie7ier
  ei7ie7i  Neue7i  auffga7igk  gemacht“^.  Zu  diesen  um-.^^senden
  Reparaturen  kamen  noch  die  Anbringung  eines  Gitters
*¡1  der  Hauptstube,  neuer  Hausthüren,  Kellerthüren,  Hofspforten,
Aufrichtung  eines  neuen  Giebels  und  eines  neuen  Thors
gehauenen  Steinen,  „Jo  Arf/-'

  Das  Haus  der  St.  Johannisgilde.  S.  4-  Rißrasche  Stadtblätter  1832.  S.  380.
Das  Haus  der  St.  Johannisgilde.  Riga  1887.  S.  4—5*
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.