Full text : Schragen der Gilden und Aemter der Stadt Riga bis 1621

Brauer,  Bäcker,  Knochenhauer  und  Schuhmacher.

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tragen  will,  zu  befördern.  Sölten  auch  in  einem  oder  dem  andern
Ambte  universaliter  oder  in  individuo  particular  (wie  wol  glaublich)
Excessen  empfunden  werden,  dieselben  bitten  wir  unsz  specihcc
notificiren  zu  laszen,  alsdan  gebhürlichs  Einsehen  und  Enderung
pro  (jualitati  delicti  ac  deliniiuentis  facúltate  geschehen  soll;  Ssonsten
uns  als  Menschen  unmüglich,  alle  und  jede  handele  zu  errathen
und  unwiszende  Dinge  zu  justificiren,  si  quidem  nec  ecclesia
occultis  judicat.
(Das  Eolgende  berührt  eine  andere  Sache).
Stelle  es  zu  ew.  Magnif.  und  e.  e.  Raths  beszern  Nachdencken
mit  Ritte  wegen  der  Röddecher  Sache  mir  zeitigen  Rescheidt  von^
erb.  Rathe  auszen  Rrothocoll  zukommen  zu  laszen  und  geneigt
bleiben.  Datum  den  14.  Eebruar  anno  1623.
Ew.  Magnif.  dienstwilliger  Niclasz  Rarneke'.
m.  p.

19.  Brauer,  Bäcker,  Knochenhauer  und
Schuhmacher.
Entscheidung  des  Erzb.  Jasper  und  des  OM.  Wolter  v.  Plettenberg
vom  28.  Februar  1510.
Archiv  der  Kleinen  Gilde  in  Riga,  Foliohand,  in  gepresstem  Leder.  Aufschüt^
Der  kleinen  Guide  Schrägen,  Privilegien  et  Ordnungen  1721,  Nr.  13,  S.  22
Copie  aus  dem  18.  Jahrh  ;  Ahg.  E.  hochdeutsche  Übersetzung  in  d.  Kig.
1832,  S.  394-98,  402-4;  Vergl.  ibid.  S.  419-23.
Wy  Jasparus  van  Gadesz  und  desz  Römischen  stols  gníRl^‘
der  hyligen  kercken  to  Riga  ertzbischop  und  wy  broder  \Volt^*^
van  Plettenberge,  meister  tho  Ly  ff  lande  Deitsches  ordens,  bekenn^'
und  betuigen  apenbahr  vor  jedermänniglick,  dat  in  dato  deses  brev
na  manigfoldigen,  vlitigen  vorgedanen  ermanungen  und  ansecong
unser  leven  getruwen  börgermeistern  und  rahtmannen  initsad
den  brodern  beyder  gildestaven  unser  beyder  hern  Stadt  Rig't
weliker  twist  und  twedrechtichheit  lialven  so  lange  tydt  beth  ^  ^
to  tuschen  beyden  vorbenömeden  parten  gerastet,  dessulvigen  :tlh)
to  Wenden  na  unser  beyder  gedanen  verschrievinge  vor  uns/
sehen  syn,  und  ein  jewelick  van  de  vorbestemmede  beiden
syn  gebreck,  anliggen  und  schelunge  eröpent  und  entdecket
düszer  nageschreven  wysze;  namptlick:
i)  Int  erste  angande  dat  bruwwerck  in  unser  Stadt  Riga

rC'

meldt,  dar  sick  de  raht  und  bröder  des  groten  gildestaven

saiaf^'

1  Böthführ,  Die  kigische  Rathslinie,  Nr.  556.
            
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