thumbs : Material zur Lage der Bergarbeiter während des Weltkrieges

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angemeldeten  Gegenstände  verhandelt  und  daß  insbesondere  weder  eine
Kritik  der  Regieru'ngsmatznahmen  noch  eine  Erörterung  der  Lohnfrage
  stattfinden  darf.  Unterschrift  unleserlich."
Ta  wir  in  unseren  Zahlstellenversammlungen  in  der  Kriegszeit ­
  jede  Kritik  der  Regierungsmaßnahmen  vermeiden,  so  hätte
es  des  Hinweises,  daß  eine  solche  nicht  stattfinden  darf,  nicht
bedurft.  Daß  aber  über  Lohnfragen  nicht  gesprochen  werden  soll,
scheint  uns  eine  Maßnahme  des  Herrn  Landrats  zu  sein,  die
sicher  nicht  die  Billigung  Ew.  Exzellenz  finden  wird.
Da  die  gewerkschaftlichen  Organisationen  der  Bergarbeiter
-  wie  Ew.  Exzellenz  durch  die  Zeitungen  bekannt  ist  —  eine
Eingabe  an  den  Bergbaulichen  Verein  gerichtet  haben,  in  der  in
Anbetracht  der  verteuerten  Lebenshaltung  um  eine  Teuerungszulage ­
  ersucht  wird,  ist  es  selbstverständlich,  daß  diese  Frage  ruhig
und  sachlich  auch  in  den  Mitgliederversammlungen  besprochen
werden  muß.  Dies  muß  auch  schon  deshalb  geschehen,  soll  die
Aufregung,  die  sich  der  Bergarbeiter  anläßlich  der  Rede  des
Herrn  Kommerzienrats  Kirdorf  bemächtigte,  nicht  zu  stark
werden.  Wir  sind  überzeugt  davon,  daß  Ew.  Exzellenz  über  die
Behandlung  der  Lohnfrage  in  Mitgliederversammlungen  nichts
einzuwenden  haben  und  geben  uns  der  Hosfnung  hin,  daß  dahingehende ­
  Anweisungen  an  die  hochwohllöblichen  Landratsämter
ergehen.
Im  Voraus  Ew.  Exzellenz  dafür  unseren  verbindlichsten
Dank  sagend  und  einer  geneigten  Antwort  entgegensehend,
zeichnen
mit  hochachtungsvollem  Glückauf!
Der  Vorstand  des  Verbandes  der  Bergarbeiter  Deutschlands.

Betrifft  Beschwerde  über  Verbote  von  Versammlungen  und  Disknssionen
  in  der  Lohnfrage  in  Bergarbeiter-  und  Mitgliederversammlungen. ­

B  o  ch  u  in,  den  11.  Juni  1916.
An  das  Generalkommando  des  7.  Arnieekorps
in  Münster.
Unser  Vertrauensmann  Kopiejewski  in  Brambauer  bei
Dortmund  hatte  für  Sonntag,  den  6.  Juni,  eine  Mitgliederversammlung ­
  für  vormittags  1l  Uhr  einberufen.  Als  Tagesordnung ­
  hatte  er  bei  der  Polizei  angegeben:  „Die  Bergarbeiter
und  der  Krieg."  Daraufhin  verlangte  die  Polizei  das  Manuskript ­
  von  dem  Referat.  Als  Referent  war  unser  Vorstandsmitglied ­
  Fr.  W  a  I  d  h  e  ck  e  r,  Bochum,  vorgesehen.  Daraufhin
            
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