Full text : Die Volkswirthschaftslehre

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.  §  11.  12.  Verkehr.  Werth.
solche  ausgetauscht  werden,  also  Absatz  suchen  und  finden
fmm,  bübct  bcii  ÜKotft  balcïbnt.  3«  bcmSBettcifer  um
Absatz  gleichartiger  Waaren  auf  einem  und  demselben  Markte
aber  besteht  die  Concurrenz,  das  Mitwerben.
Mit  fortschreitender  Kultur  werden  immer  mehrerlei  Güter
vertauschbar  und  mehrt  sich  somit  die  Anzahl  der  Tauschgüter
sowie  der  regelmäßig  in  den  Verkehr  kommenden  Waaren,  endlich
ebenso  anch  die  Concurrenz  der  Tauschbedürftigen  untereinander.

Werth.
#12.
Beim  Vertauschen  der  Güter  ist  ein  Maß  erforderlich,
nach  welchem  sie  ungeachtet  ihrer  sonstigen  Verschiedenheit
mit  einander  verglichen  werden  können.  Ein  solches  bietet
sich  in  dein  Werthe  dar,  der  ihnen  seitens  der  Menschen  beigelegt ­
  wird,  indem  man  unter  Werth  die  Bedeutung  begreift,
welche  ein  Gut  fiir  die  Zwecke  der  Bedürfnißbefriedigung
erstrebenden  Menschen  nach  deren  Dafürhalten  hat.
Der  Werth  ist  demnach  keine  den  Gittern  anhaftende
Eigenschaft,  sondern  eine  Beziehung,  welche  dieselben  gewinnen.
Seine  Beträchtlichkeit,  d.  h.  die  verhältnißmäßige  Bedeutung,
lvelche  einem  Gute  anderen  Gütern  gegenüber  beigelegt  wird,
hängt  deshalb  auch  allgemeinhin  davon  ab,  in  welche  Beziehung ­
  das  betreffende  Gut  zu  der  nach  Befriedigung  trachtenden ­
  Bedürftigkeit  der  Menschen  tritt.
Je  nach  der  Beziehung  aber,  in  welcher  ein  Gilt  als  für
den  Zweck  der  Bedürfnißbefriedigung  dienend  aufgefaßt  wird,
erscheint  der  Werth  desselben  entweder  als  Gebrauchswerth
oder  als  Tanschwerth.  Ersterer  beruht  auf  der  Gebranchsfähigkeit ­
  der  Güter,  der  Brauchbarkeit  für  den  unmittelbaren
Gebrauch,  letzterer  auf  der  Tauschfähigkeit  (Vertauschbarkeit)
dieser,  der  Brauchbarkeit  zum  Eintauschen  anderer  Giiter.
Derjenige,  der  ein  Gut,  z.  B.  Weizen,  Steinkohlen  rc.,  unmittelbar ­
  selbst  gebrauchen  will,  berücksichtigt  bei  dessen  Werth-
            
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