Full text : Die Volkswirthschaftslehre

338  8#  5.  ßap.  1.  ber  Konsumtion.
.  ®^49ck)i4tgfmrunßm  biefer  ïc^tcrc»  9irt,  mc#c  unaug.
ļàouch  bon  Zeit  zu  Zeit  wieberkehren  unb  jedesmal  mehr  ober
weniger  tief  eingreifen,  sinb  überbies  niemals  burch  irgenb  eine
vorbeugende  Maßregel,  burch  gemeinwirthschaftliche  Fürsorge
nlckslchtllch  des  Kreditwesens  re.,  gänzlich  zu  verhüten.  Ihr
Verlauf  läßt  sich,  wie  dies  bei  jeder  durch  plötzlich  starke  Preisveränderungen ­
  verursachten  Geschäftsgefährdung  der  Fall  ist,
höchstens  einigermaßen  lindern  und  zwar  am  wirksamsten  mittels
re#eitißcr  8^0^111,ß  ßcf#tücScr  Borf^t.  Bic  Aciíuna
aber  erfoißt  babi#,  ba&  M,  je  nad)  ben  heran,
lassenden  Ursachen  entweder  durch  allmähliche  Aufzehrung  der  im
Ueberflusse  vorhanden  gewesenen  Güter,  durch  entsprechende  Einschränkung ­
  der  betreffenden  Produetion  oder  durch  Wiederzunahme
des  Verbrauchs  und  neue  Ausdehnung  des  Absatzes,  nach  und
nach  wieder  das  Gleichgewicht  zwischen  Angebot  und  Nachfrage,
zwischen  Produetion  und  Consumtion  von  selbst  herstellt.
9  183.
9W  ber  %b#ngigfcit  ber  (Brößc  ber  Konsumtion  bou
beteiligen  ber  Şrobuction  ergiebt  fid)  übrigens  &ugíeid),
ba^  bie  Bevölkerung  im  Ganzen  nicht  zahlreicher  sein
kann,  als  bie  burch  bereu  wirthschastliche  Thätigkeit  berfügbnr
  gemalten  lluter^aítSmitteí  eS  gestatten,  unb  baß
dieselbe  bauernb  nicht  stärker  zuzunehmen  vermag,  als  in
bem  in  Webern  ber  gu  i^er  (Maltung  noti),
wenbige  Güterborrath  anwächst.
Gewöhnlich  bezeichnet  man  die  Bevölkerung,  d.  h.  die
Gesammtheit  der  die  Volksgemeinschaft  und  bezüglich  die  Staatsgesellschaft ­
  bildenden  Personen,  im  Verhältniß  zstm  Raume,  auf
dem  sie  wohnt,  als  relativ  gering  oder  dünn,  wenn  noch  leicht
eine  größere  Menschenmenge  vom  Ertrage  des  Bodens  ernährt
werden  könnte;  als  relativ  groß,  loenn  sie  bereits  so  angewachsen
ist,  daß  für  dieselbe  nur  mittels  intensiverer  Bvdenbenutznng
ausreichende  Nahrungsmittel  zu  beschaffen  sind;  und  endlich
als  außerordentlich  dicht,  wenn  sie  so  zahlreich  geworden  ist,
daß  die  Bodenerzeugnisse  des  von  ihr  bewohnten  Landes  nicht
wehr  allein  zur  Deckung  des  Nahrungsbedarfes  zulangen.  Im
letzteren  Falle  findet  nun  allerdings  den  selbst  erzeugten
            
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