Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Die  Klippenkalke  und  die  Trachite  übergehen  wir  mit  Stillschweigen
da  dieselben  außerhalb  des  Bereiches  unserer  Aufgabe  lagen.
Nachstehende  Tafel  gibt  eine  Uebersicht  unserer  Ausscheidungen:

Obere  und  untere  (strzolkaartigen)  Ì  ^  ..
Ropianka-Schichten  j  C£>ere  Kreide.
Rothe  Thone  mit  nummuliten-  Ì  ,,  „
führenden  Schichten.  J  H"îeres  Eocän.
Citzèkowicer  Sandstein/)  i  ..
Schichten  von  Libusza,  |  Gocän
Plattiger  Sandstein,  |  _/•  Th-nur
Massiger  Sandstein.  >  Oberes  Eocen.
Menilit-Schiefer.  Unterer  Oligocen.)
Jüngere  Sandsteine,  I  Oberes  Oligocen
Mühlsteine,  _  (vielleicht  auch
Braunkohlenführende  Schichten.  ļ  jünger.)
Erratische  Blöcke  ļ  |  jüngeres
Berglehm  j  Diluvium.
Subkarpathischer  Lehm  |  älteres
Flußanschwemmungen  Alluvium.
*  *
*

Wenn  wir  nun  einen  Blick  auf  unser  ganzes  Aufnahmsgebiet  werfen,  so
bemerken  wir,  daß  der  geologische  Bau  desselben  im  Großen  und  Ganzen  eine
gewisse  Gesetzmäßigkeit  aufweist,  die  wir  jetzt  näher  betrachten  wollen.
Die  erste  Thatsache  die  vor  Allem  in  die  Augen  fällt  beruht  darin,
daß  sämmtliche  Formationen  im  Allgemeinen  regelmäßig  in  der  orographischen
  Richtung  der  Bergketten  also  SO.—NW.  streichen.
Die  Ausnahmen  von  dieser  Regel  sind  rein  localer  Natur,  und  wurden ­
  von  uns  bereits  früher  hervorgehoben.  Am  häufigsten  zeigen  sie  sich
bei  den  Menilit-Schieferzügen,  die  eine  eigenthümliche  Tendenz  haben,  von
der  regelmäßigen  Streichungsrichtung  nordwärts  abzulenken.  So  haben
wir  in  Kryg,  Ropa,  Kltzczany  u.  s.  w.  constatirt,  daß  die  Menilit-Schiefer
dora  10—11  manchmal  sogar  12  streichen.
Es  ist  schwer  für  diese  Erscheinung  eine  befriedigende  Hypothese  zu
finden.  Sie  wird  wahrscheinlich  ihren  Grund  in  der  Thatsache  haben,  daß
die  faltende  Kraft  der  Karapathen  in  verschiedenen  Perioden  und  Punkten
eine  verschiedene  Intensität  hatte.
Die  zweite  auffallende  Thatsache  ist  der  Umstand,  daß  unser  ganzes
Aufnahmsterrain  sich  ganz  gut  in  drei  verschiedene  Gebiete  eintheilen  läßt,
die  von  NO.  gegen  SW.  folgendermaßen  auf  einander  folgen:
')  Wir  müssen  gestehen,  daß  die  Stellung  des  Cic^kowicer  Sandsteines  uns
nicht  ganz  klar  ist.  Wir  haben  in  unserem  Terrain  keine  Gelegenheit  gehabt,
sein  Verhältniß  zu  anderen  Schichten  zu  studiren.
            
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