Full text : Das Petroleumgebiet der galizischen Westkarpathen

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Menilit-Schieferzug  einkeilt,  der  in  Löste  beginnt  und  anfangs,  bis  zur
Gegend  des  Hebn,  sich  regelmäßig  in  der  allgemeinen  Streichungsrichtung
hinzieht,  bis  er  in  der  Nähe  von  Helm  sich  plötzlich  gegen  N.  wendet.
Alle  diese  Aufbruchswellen  werden  durch  das  Ropa-Thal  durchschnitten, ­
  so  daß  in  der  Thalsohle  selbst  blos  die  unteren  Theile  des  aus-  »
gewaschenen  Sattels  sichtbar  sind,  während  die  naheliegenden  Berge  die
jüngeren  Schichten  zeigen.
Auf  diese  Weise  hätten  wir  die  Uebersicht  des  Flußgebietes  der  Ropa
und  damit  auch  des  östlichen  Theiles  unseres  Terrains  beendigt.
Wir  wenden  uns  jetzt  weiter  gegen  Westen  und  vor  Allem  in  das-Gebiet
  des  Biala-Flusses.

B.  Das  Flußgebiet  der  Biala.
1.  Die  Gegend  des  Mata-Thales  non  FloriMa  über  Okijbcm)  bis
hinter  Mbonm.
(Durchschnitt  Nr.  3.)
Die  orographische  Charakteristik,  welche  wir  für  das  östliche  Terrain
angegeben,  ist  auch  das  für  Flußgebiet  des  Biata-Thales  vollkommen  anwendbar, ­
  und  läßt  sich  mit  wenigen  Worten  folgendermaßen  schildern.
Alle  Gebirgszüge  sind  niedrig  (der  höchste  Punkt  „Jaworz"  südlich
von  Grybów  erhebt  sich  säum  882  m.)  kurz,  und  erstrecken  sich  entweder
inn  allgemeinen  Streichen  NW.—SO.,  oder  weichen  hievon  wenig  ab.  Die
Längsthäler  sind  eng,  unbedeutend,  hingegen  aber  die  Querthäler  stark
entwickelt  und  im  ganzen  Terrain  überwiegend.  Zu  den  letztereit  gehört
das  Biata-Thal,  das  von  Brunary  an  bis  an  die  Grenze  unseres  Terrains
immer  mehr  oder  weniger  in  der  nördlichcil  Richtung  fließt,  und  auf  diese
Weise  alle  Schichten  etwas  schief  vcrguert.
Gegen  Norden  senkt  sich  das  ganze  Terrain,  und  in  der  Gegend  von
Bobowa  befinden  wir  uns  auf  einer  Hochebene,  die  nichts  anderes  ist,  als
eben  die  Fortsetzung  jenes  Plateaus,  das  wir  bereits  kennen  gelernt,  und
auf  dem  Lipinki,  Wojtowa,  Kobylanka  u.  s.  w.  liegen.
Der  geologische  Bau  dieses  Terrains  hat  viel  Analogie  mit  dem
des  Ropa-Gebietes,  in  vielen  Fällen  wiederholt  sich  fast  ganz  genau  dasselbe. ­
  Dadurch  werden  unsere  bisherigen  Anschauungen  über  den  Bau
der  westgalizischen  Karpathen  ergänzt  und  aufgeklärt.
Den  ersten  wichtigen  und  interessanten  Punkt  des  ganzen  Terrains
bietet  die  Stadt  Grybów  selbst  mit  ihrer  Umgebung  dar.
            
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