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Boykott i
1890.
klären mit Unterschrift, jedem Hülfsindustriellen, der mit
diesen Firmen arbeitet, unsere Arbeit und unsere Aufträge
zu entziehen unb Angestellte und Arbeiter dieser Häuser, die
noch über drei Monate bei denselben verbleiben, bei eventu
ellem späterem Anstellungsgesuch abzuweisen. Wir appelliren
an Ihre Bereitwilligkeit, unsere Bestrebungen, die nur zürn
Wohle der Industrie und damit unseres Landes dienen sollen.
z»l unterstützen, inti) bitten Sie, den beiliegenden Revers mit
Ihrer Unterschrift versehen zu retonrniren. "
Bevor es aber zum Boykott kam, hatten die bedrohten
Firmen klein beigegeben und baten um Aufnahme in den
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Boykott zur faktischen Anwendung gelangen. Eine Olrosz-
firma war aus dem Verbände ausgeschlossen worden, eine
andere hatte den Austritt erklärt, ebenso einige Kleinfirmen.
Sie trieben es genau so, wie die Nichtverbandsfirmen im
Jahre 1887, wurden aber dem Verbände noch gefährlicher
als jene durch den Umstand, das; ihre Agitation und ihre
Manipulationen in eine Zeit großen Arbeitsmangels fielen,
in welcher die Versuchung für Arbeitnehmer größer als sonst
war, in Umgehung der Verbandsvorschriften für sie zu arbeiten
oder gleich ihnen aus dem Verbände anszntreten. Es gelang
den beiden Firmen, speziell im Vorarlberg eine bedenkliche
Gährnng gegen den Verband in der Arbeiterwelt zu erzeugen
und so etwas wie eine Deronte. Am 17. Dezember ver
sammelte sich die Kaufmannschaft zu Schlnßnahmen gegen
diese Geschäfte. Der Vorsitzende der Versammlung betonte
ähnlich wie 1887, daß es sich neuerdings um die Fortexistenz
des Verbands handle, da die Kaufmannschaft jetzt so wenig
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könne. Unter stürmischem Bravo der Versammlung sagte er
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Maßnahmen schreiten, um die außer Verband befindlichen
Arbeitgeber zurückzuführen. Unser Vorgehen mag etwas