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Deutschland (Leder-, Stein-, Thon-, Glaswaren).
Einfuhr Ausfuhr
Ammoniak, Salmiak . . 20,4 0,4
Soda, roh und kalciniert . 3,o 0,5
Schwefel 2,1 0,3
Salpeter, roh und gereinigt 24,5 4,1
Farbhölzer 7,1 1,8
Indigo 22,o 8,4
Anilin und Anilinfarben . 7,9 20,2
Der Gesamtwert der Einfuhr, welcher
1872: 172,7 Mill. Mt. betragen hatte,
stand 1879 auf 183,5 Mill. Mk.', während
die Ausfuhr von 80,4 auf 132.2Mill. Mk.,
also um 51,8 Mill. Mk., gestiegen war.
D. Lederindustrie.
Die besten Sorten von Leder liefern
Mainz und Worms, ferner Malmcdy,
der Siegensche Distrikt, Eschwege. 8"
viciem Zweck führte D. 1880 an Holzborke,
Gerberlohe und andern Gerbmatevicilicit
00,185 Ton. eilt und nur 4330 T.
Halbgare Ziegen - und Schaffelle
werden sehr bedeutend eingeführt; von
Handschuhleder, Korduan re. ist der Erhört
stark; andre Ledersortcn werden in
großen Mengen aus-, aber auch eingeluhrt.
Bei diesen Ledcrjorten war 1880:
we Einfuhr 5723 Ton., die Ausfuhr 0578
ş. Dagegen überwiegt der Export von
Lederwaren, besonders feiner, den Import
erheblich. In der Anfertigung feiner
Lederwaren zeichnen sich die süddeutschen
Staaten und die Rheinprovinz aus.
Die Schuhmacherei (1873: 374,203
Personen) zu Pirmasens und Mainz liefert
die feinsten Waren ins Ausland.
Handschuhe liefert namentlich Württemberg
zur Ausfuhr, Ledergalanteriewarcn
Berlin, Nürnberg, Offenbach, Hauan
u. a. Von Lederwaren wurden 1870
für 10,200,000 Mk. ein-, für 51,750,00
Mk. ausgeführt. Hieran schließt sich der
R auch- und F i lz w a r e n h a n d e l. Für
den ersten sowie die Zurichtung der Rauchwaren
ist Leipzig Hauptplatz;' 1879 wurden
07 Ton. Pelzwerk ein- und 343 T.
(119 T. nach Rußland) ausgeführt. Der
gesamte Handel mit Leder-, Rauch- und
Filzwaren wertete (in Millionen Mark):
Einfuhr Ausfuhr
1873: 16,8 38,7
1876: 21,2 53,2
1879: 18,6 60,5
E. Stein-, Thon - und Glastnarrnindustrie.
Der Reichtum Deutschlands an Thonen
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Lehm sur Ziegel- und Backsteine hat eine
ausgedehnte Gewcrbthätigkeit hervorgerufen,
die in hervorragender Weise für den
Export arbeitet. Bon den 18,000 bestehenden
Ziegeleien, welche mit 705 Dampfmaschinen
von 11,576 Pferdekräften arbeiten,
gehören die meisten der Provinz
Brandenburg an; der Export von Fliesen,
Mauer- und Dachziegeln, Baustücken und
Röhren aus Thon bezifferte sich 1878 auf
510,439 Ton., der zu 3 /s seinen Weg über
Hamburg und Bremen nahm, gegen eine
Einfuhr von 118,673 T. Steingut und
irdene Waren werden in vielen Teilen des
Reichs hergestellt; berühmt sind die Thonpfeifen
von Uslar, die sogen. »Koblenzer
Waren« aus dem Kauncnbäckerland, die
Fliesen Von Mettlach, Töpfergeschirre von
Großalmerode und Bnnzlan, Passauer
Schmelztiegel aus Graphit u. a. In den
074 größer» Betrieben arbeiteten 147
Dampfmaschinen mit 1994 Pferdekräftcn.
Porzellan fabril at ion, zuerst in
Meißen (jetzt tut Triebischthal) betrieben,
findet jetzt vornehmlich statt im Thüringer
Wald, Berlin, Waldenburg i. Schl., Nymphenburg
und Bamberg in Bayern; die
Porzellanknöpfe und -Perlen von
Freiburg i. Br. finden Absatz in allen Teilen
der Erde, auch die Porzellanmalerei
erfreut sich z. B. in Bamberg hohen
Rufs. Die 232 größer« Betriebe hatten 112
Dampfmaschinen von 2128 Pferdekräftcn.
Auch hierin ist die Ausfuhr ansehnlich,
Von gewöhnlichen Thonwaren betrug dieselbe
1878: 22,601 Ton. gegen eine Einfuhr
von 4085 T. ; an Porzellan war die
Einfuhr 664 T., die Ausfuhr 4303 T. Noch
bedeutender für den Außenhandel ist aber
die Glasindustrie, welche ihre Hauptfitze
in Schlesien, Rheinpreußen, in der
bayrischen Oberpfalz, in Mittelfranken,
Niederbayern, Thüringen und Elsaß-Lothringen
hat. Hanptsitz der Glasschleiferei
ist der Oberpfälzer Wald;
für Spiegelgläser und Spiegel bestehen
216 größere Betriebe mit 30 Dampfmaschinen
von 1493 Pferdekräften, namentlich
in Nürnberg, Fürth, Stolberg,Maun-