Full text: Lexikon der Handelsgeographie

Nyköping — Oder. 
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und Finnland - Dampfschiffahrtsgesell- 
schaft; (1875) 1198 Einw. Deutsches Kon 
sulat. 1879 liefen 54 Schiffe ein. 
Nyköping lspr. nlldschö.). Hauptstadt 
des gleichnamigen schweb. Läns, an der 
Orelösund - Friedrich - Wilhelmsbahn; 
4500 Einw. Deutsche« Konsulat (Amts 
bezirk: Södermanland); Södermanland 
Ensk. Bank, Mälareprov. Ensk. Bank, 
Kom. Kontor. Lebhafter Getreidehandel. 
1878 liefen hier 41 Schiffe ein (4 deutsche). 
Nystad, Hafenstadt im sinn. Gou 
vernement Abo-Björneborg, am Bott 
nischen Meerbusen; (i873) 2930 Einw. 
Deutsche Konsularagentur (rcssortiert von 
Abo). Der lebhafte Handel vertreibt be 
sonders Holz. 1878: Einfuhr 486,960 
Mk. (deutsch 240,000 Mk.), Ausfuhr 
201,120 Mk. ES liefen 1878: 3 deutsche 
Schiffe von 804 Ton. ein und ans; aus 
deutschen Häfen kamen 14, dahin gingen 
6 Schiffe. 
O. 
Ob, Hauptstrom des westlichen Sibi 
rien, 4300 km lang; unter seinen Ne 
benflüssen ist der bedeutendste der 2220 
fan lange Jrtysch, auf welchem Dam 
pfer auswärts bis Buchtarminsk verkeh 
ren. Der mittlere lind obere Teil des Ob 
ist auch für größere Schiffe fahrbar und 
bildet ein Glied in der »Wasserstraße« 
genannten Verbindung des westlichen 
und östlichen Sibirien, welche, am Ostab 
hang des Urals beginnend, aus einem 
Fluß in den andern führt, wobei nur 
kurze Landstrecken zu übersteigen finb. 
Der Ob ist 169 Tage mit Eis bedeckt; im 
Durchschnitt beginnt das Aufbrechen des 
Eises 7. Mai. ' Seit 1845 wird er von 
Dampfschiffen befahren (jetzt 16), und die 
Mündung (Obischcr Meerbusen) ist 
mehrmals von Europa aus durch Schiffe 
erreicht worden. 
Océanien, die über den ganzen Stillen 
Ocean in Gruppen oder einzelnen Frag 
menten verstreute Inselwelt, welche fol 
gende Teile umfaßt: 
Neuguinea u. Neben 
inseln 
Neuseeland u. Neben- 
inseln . . . 
Melanesien. . 
Polynesien . . 
Sandwichinseln 
Mikronesien. . 
Zusammen: 
QM. QMeil. Bewohn. 
807956 14673 550000 
272989 4958 
145855 2 649 
9797 179 
17008 309 
3530 64 
477344 
606800 
130400 
58000 
84650 
1257129 22832 1907190 
Die Bevölkerung ist im W. schwarz, im 
östlichen Teil braun, dazu einige Euro 
päer, Malaien, Chinesen. Die Inseln 
sind teils vulkanisch, teils niedrige Koral 
lenbildungen. Die Vegetation zeigt im 
W. noch Gewürzpflanzen und Sagopal 
men, weiter östlich nur Kokospalmeil, 
Brotfruchtbäume, Pandanus. Pamö, Ba 
taten, Taro, Bananen, Papicrmaulbeer- 
baum, Sandelholz. Von Tieren sind nur 
Schweine, Hunde, Hühner den Inseln 
eigen, Pferde und Rinder aber seit eini 
gen Jahren auf vielen eingeführt. Haupt- 
handelsartikel sind: Kopra, Zucker, 
Baumwolle, auch Reis, Mais, Oran 
gen, Kakao, Kaffee. Die wichtigsten Han- 
delsgebietc sind: Neuseeland, die Sand- 
wichinscln, die Viti-Jnselu, die Samoa 
gruppe mitTonga und Tahiti mit Murca. 
Vgl. die einzelnen Artikel. 
Oder, einer der Hauptströme Deutsch 
lands, 900 km lang, wovon 772 auf 
Preußen entfallen. BeiRatibor in Schle 
sien wird sie für kleine, bei Oppeln für- 
größere Kähne fahrbar; bei Breslau, wo 
sie eine Breite von 176 m hat, trägt sie 
Fahrzeuge von 200 Ton. Ladungsfähig 
keit. Durch den 69,5 km langen Finow- 
kanal ist sie mit der Havel und einige 
Meilen oberhalb Frankfurt durch den 24 
km langen Friedrich-Wilhelms- oder 
Müll roser Kanal mit der Spree 
verbunden. Sie mündet unterhalb Stet 
tin in das Stettiner oder Pommersche 
Haff, das durch die Inseln Usedom und 
Wollin von der Ostsee getrennt ist, mit dieser 
aber wieder durch drei stark auöflicßende 
Ströme: Dievcnow, Swine, Peene, in 
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