Full text : Lexikon der Handelsgeographie

27

Arica  —  Asien.

sen.  ES  bestehen  gegenwärtig  folgende
Bankinstitute:  die  Nationalbank  (Banco
nacional),  Provinzialbank,  Banco  Carabassa,
  London  and  River  Plate  Bank,  Mercantile ­
  Bank  of  the  River  Plate,  sämtlich  in
Buenos  Ayres  mit  Zweigbanken  in  Cordova, ­
  Corrieilteö,  Mercedes,  Rosario,
Salta,  San  Juan  und  Santa  Fê.  Die
.  satlonalbank  wurde  1873  vom  argentinischen
  Kongreß  mit  einem  Nominalkapital
von  20  Mill.Pesos  errichtet,  wovon  die  Reglerung
  2  Mill.  Pesos  übernahm.  Im  September
  1876  war  die  Emission  der  sogen,
metallischen  Noten  ans  22  Mill.  Pesos
(88  Mill.  Mk.)  gestiegen.  Diese  Noten
werden  in  dem  amtlichen,  mit  der  Bank
verbundenen  Wechsclbüreau  jederzeit  zum
Nennwert  angenommen.—Das  Handelsrecht ­
  beruht  auf  dem  spanischen,  doch  sind
auch  portugiesische  und  brasilische  Gesetze
mit  eingefügt;  im  wesentlichen  unterscheidet
eö  sich  jedoch  von  den  benutzten  Quellen.
—  Geld  rc.  Es  herrscht  Goldwährung;
Mnnzemhett  ist  der  Goldpiaster,  der  aber
als  einzelnes  Stück  nicht  ausgeprägt  wird,
lind  fur  welchen  man  ben  Namen  »Peso
Werte«  beibehalten  hat.  Derselbe  steht  dem
amerikanischen  Golddollar  etwa  um  3 /io
Proz.  im  Wert  nach.  Die  int  Land  umlaufenden ­
  Goldmünzen  werden  von  England ­
  eingeführt.  Sonst  bildeit  bolivisches
f'ketgelb,  Banknoten  und  Staatöpapiergeld
  (2j  Papierpiaster  —  1  Silberpiaster)
bie  Umlaufsmittel.  Maße  und  Gew
  r  chte  sind  gesetzlich,  aber  noch  nicht  allgemein ­
  üblich,  die  französischen  metrischen.
Anca,  Stadt  in  Peru,  Hafenplatz  von
Tacna,  mit  dem  es  bind)  Eisenbahn  verbunden ­
  ist,  Station  der  Kosmos-Dampferlinie; ­
  (1876)  34  69  Eiinv.  Deutsche
Konsularagentur  (rcssortiert  von  Tacna).
Es  werteten  1877  :  Einfuhr  10,3  (davon
deutsch  2,64)  Mill.  Mk.,  Ausfuhr  23,7
(davon  deutsch  3,4-))Mill.Mk.  1879  wurden ­
  ausgeführt:  Gold  und  Silber  11,7
Chinarinde  0,9,  Kupserbarilla  0,9  Mill'.
Mk.,  im  ganzen  für  14,2  Mill.  Mk.;  aus
Deiltschland  kommen  namentlich  Baumwoll-
  und  Wollzeuge.  Es  liefen  1877  ein:
533  Schiffe  (29  deutsche)  von  526,443  Ton.
Arlbergbahn,  s.  Alpen  st  rasten.
Arnheim  (Arnhem),  Hauptstadt  der

niederländ.  Provinz  Geldern,  am  Rhein
und  der  Niederländ.  Rheinbahn  mit  Zweig-?,j(bn
  nach  Ziitphcn  und  Kampe»;  (i877)
38,680Emw.  SichcrerHafcn;  lcbhaftcrGetreide-,
  Vieh-,  Tabak-  u.SpeditionShandcl.
Arras  (spr.  arrah),  Hauptstadt  des
franz.  Departements  Pas  de  Calais,  an
der  schiffbaren  Scarpe  (Nebenfluß  der
Schelde)  und  der  Französischen  Nordbahn;
(1876(26,764  Einw.  Banque  de  France,
Société  générale;  Fabrikation  von  Baumwollgarn, ­
  Spitzen  und  Spitzenzwirn,
Strumpfwaren,  Rübenzucker  und  ansehnlicher ­
  Handel  mit  Getreide  und  Ölsaat.
Arroyo,  Hafenplatz  auf  der  Insel
Puerto  Rico  mit  deutschem  Vicekonsulat.
1876  gingen  hier  6  deutsche  Segelschiffe
von  2884  Ton.  mit  Zucker  (1  mit  Orangen) ­
  nach  dem  Kanal  für  Ordre  ans.
Ascension  (spr.  ässennsch'n),  zu  Afrika  gerechnete ­
  brit.  Insel  im  Atlantischen  Ocean,
nordwestlich  pon  St.Helena;  88  qkm  (1,6
03Ji.)  mit  (1871)  27  Einw.  Erfrischungsstation ­
  für  Walfänger  und  Ostindienfahrer; ­
  Kohlendcpot;  1879  Einfuhr  59,120
Mk.,  Ausfuhr  280  Mk.  Hauptcrport:
Riescnschildkröten  und  Vogcleicr.
Asien,  der  größte  und  reichste  aller  Erdteile, ­
  mißt  ohne  diePolargebiete  44,572.250
qkm  (809,478  QM.)  mit  834,707,000
Einw.  und  zerfällt  nach  seiner  politischen
Einteilung  in  folgende  Hauptbestandteile
(s.  Tabelle  auf  S.  28).
Die  Hauptprodnkte  Asiens,  mit
welchen  es  im  Welthandel  erscheint,
sind:  Thee,  Baumwolle,  Seide,  Kaffee,
Gewürw,  Zinn,  Tabak,  Reis,  in  neuerer
Zeit:  Getreide,  Opium,  Hölzer,  Chinarinde, ­
  Krapp,  Perlen,  Diamanten.  In
dei(  Industrie  sind  hervorragend:  die
Seidenweberei  der  Chinesen,  die  Baumwollwebereien
  Vorderindiens  und  Javaö,
die  Shawlwebereien  Kaschmirs,  die  Teppichwebereien ­
  Bocharas,  Persiens  und  der
asiatischen  Türkei.  Doch  beziehen  die  meisten ­
  Länder  einen  Teil  ihrer  Bedürfnisse
aus  Europa,  und  selbst  die  vorzüglichen
Metallarbeiten  (z.  B.  Klingen  von  Damaskus ­
  und  Teheran)  können  die  Konkurrenz ­
  mit  England  und  Soliiigen  nicht  bcşiehen.
  Den  ^ciiiboi  int  ^snuctn  bcttnitteilt
  Karawanen;  Hami,  Singan  u.  a.  in
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.