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Paramaribo — Paris.
Pito), neuerdings auch Nerba.—Haupt
verkehrsstraße ist der mit Dampfern
befahrene Rio P.; eine Eisenbahn und
Telegraphenlinie von 72 km Länge führt
von Asuncion nach P. Die Post (P. ge
hört zum Weltpostverein) empfing 1878
vomAusland 31,584 Sendungen (10,946
Briefe, 16,561 Pakete und Drucksachen)
und verschickte22,532Sendungen (11,000
Briefe, 11,532 Pakete); von Asuncion gin
gen ins Innere 6906 Sendungen (3180
Briefe, 3786 Pakete). Einnahme: 7000
Mk. — Finanzen. Haupteinnahme ist
bet 3oK aits Ghifi# (1878 : 722,884
Mk.), der Ausfuhrzoll wurde 1877 auf
gehoben; die Ausgaben (ohne Zinsen für
die Schuld, Verpflegung des Heers u. a.)
waren 1880:1,080.124 Mk. Die äußere
Staatsschuld besteht in einer nominel
len Schuld an Brasilien, Argentinien und
Uruguay außer Kriegsentschädigungen
an die Bewohner von Brasilien und Ar
gentinien. In England wurden 1871 und
1872 Anleihen voir 1,914,200 Mk. und
1,096,600 Mk. gemacht, für die seit 1874
keine Zinsen gezahlt wurden. Die innere
Schuld ist jetzt sehr unbedeutend. —
Deutsches Vicekonsulat in Asuncion.
Münzen. Eigne Gold-und Silber-
münzen prägt der'Staat nicht; es laufen
spanische, mexikanische imb südamerika-
nische Silberpiaster um. Man rechnet nach
Pesos ober Piastern (4 Mk. 10 Pf.). Zah
lungen müssen zu einem Drittel in barem
Geld geleistet werden. Die Allsgabe von
Staatspapiergeld wurde 1875 ans 350,000
Pesos beschränkt. Man geht jetzt mit
der Einlösung vor. Wechselwesen be
steht fast gar nicht, selbst mit Buenos
Ayreö selten. Stempel (obligatorisch)
für Wechsel, Quittungen und Verträge
über 50—100 Pesos: 2 Realen (1 Mk.),
100—200 Pesos: 3 Realen rc. Maße.
Der Pie (Fuß) — 0,279 m, die Vara
(Elle) — 0,8 in; die Fanega — 288
Lit., der Barril 96,9 L., die Pipa — 6
BarrilS. Gewichte. Die Libra — 0,46
kg, die Arroba = 11,5 kg, der Quintal =
4 Arrobas, die Tonelade = 20 Quintals.
Paramaribo, Hauptstadt und Hafen
der niederländ. Kolonie Guayana, 30 km
oberhalb der Mündung des Surinam in
den Atlantischen Ocean, Station der Dam-
pfer der Compagnie genérale transatlan
tique; (1879) 22,299 Einw. Deutsches Kon
sulat; Surinamische Bank. Der ganze
Handel der Kolonie mit dem Anöland
geht über P. 1879 wertete die Einfuhr
6,lj)0,910Mk., dieAusfuhr 6,432,280Mk.
Ausgeführt wurden : Zuckerl 3,570,694kg,
Goldstaub 540 kg, Kakao 1,113,345 kg,
Baumwolle, Melasse, Rum; eingeführt:
Mehl, Reis, Fleisch, Butter, Wein. 1877
liefen ein: 201 Schisse von 20,884 Ton.
Parana, Strom Südamerikas, der sich
oberhalb Buenos Ayres mil dem Uruguay
vereinigt, worauf dann der auö beiden
Flüssen gebildete Strom den Namen La
Plata erhält. Er hat eine Stromlänge
voir 3560km, ist bis Corrientes für Kriegs-
schifsc fahrbar und da, wo er sich mit dem
Paraguay (s. d.) vereinigt, 300 m breit.
Paranaguá, Hafenstadt in der brasil.
Provinz Parana, Station der Hamburg-
Südamerikan. Dampfschiffahrtöges; 5000
Einw. Deutsches Konsulat (für die Pro
vinz Paraná). In P. und Antonina wer
tete 1879 die Einfuhr 2,i Mill., die Aus
fuhr 2,9 Mill. Mk. 1879 liefen ein: 58
Schiffe (4deutsche)von35,843Ton., auö:
130 Schiffe (10 deutsche) von 54,820 T.
Paris, Hauptstadt Frankreichs, an der
Seine und den fünf Bahnlinien: P.-Lyon-
Mcditerranee, Chemin de fer d'Orléans,
Chemin de fer de l'Est, Chemin de fer du
Nord, Chemin de fer de l'Ouest; (leso)
2,095,000 Einw. Die Stadt bedeckt cine
Oberfläche von 7802 Im, wovon 714 Im
auf daö Flußbett derSeine entfallen. Die
Straßen hatten 1877 eine Länge von 877,
die Abzugökanale von 571 km , die unter
irdischen Gasleitungen von 1829km. 1879
wurden 218,813,875 cbm Gas verbraucht
und dafür 45,5 Mill.Mk. vereinnahmt.—
Die J il d u st r i e von P. steht auf sehr hoher
Stufe, u. ein sehr großerTeil seinerVevöl-
kerung ist industriell beschäftigt. Von(i876)
1,988,806 Einw. waren 404,408 männ
liche und 411,632 weibliche Arbeiter. Na
mentlich das Lurusgewerbe ist eine Spe
cialität der Stadt. Die »Articles deP.«
sind unübertroffen; Ausgezeichnetes wird
in der Goldschmicdekunst, im Wagen-
bau, in der BekleidungS- und Kurzwaren-