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Sfofë-
Zollamt aus dem Ausland eingegangenen
Waren 22,u Mill. Ml. ohne die einhei
mischen Waren (9 Mill. Ml. Wert). Die
Zolleinnahmen beliefen sich auf 9,660,000
Mk. Einfuhr: Tannenholz, Steinkohle
und Koks, Eisen, Weißblech, Eisenbahn
schienen, Stockfisch, Zucker, Quincaillerie,
Draht, Käse, Butter, Baumwoll-, Woll-
uub Seidenwaren, Petroleum, Mehl,
Wein; Ausfuhr: Olivenöl, Oliven, Kork-
imb Süßholz, Südfrüchte, Blei, silberhal
tige Erze, Eisen, Quecksilber, Wolle, Ge
treide, Mais, Bohnen, Kichererbsen, Zwie
back,Kleie, Seife, Guano, Wein. Es liefen
1880 eilt : 1922 Handelsschiffe von 303,979
Ton. (352 Dampfer von 232,715 T.), von
deutschen Schiffen 1879 nur 6 von 920 T.
ein und aus.
Sfaks (Sfakes), Hafenplatz in der
afrikan. Regentschaft Tunis, am Mittel
meer , Station der Dampfer der Società
Rubattiiw (Genua) ; ca. 6000 Einw. Deut
sches Vicekonsulat. 1877 liefen 492 Schiffe
ein und 487 aus.
Shannon (spr schannon), Hauptfluß Ir
lands, entspringt aus dem See Clean
(Connaught) und fällt nach 350 km lan
gem Lauf, einen 90km langen Mündungs-
busen bildend, in den Atlantischen Ocean.
Der S. ist schiffbar von seinem Austritt
aus dem Lough Allen an; gefährliche Stel
len werden durch Kanäle umgangen. Große
Schiffe fahren aufwärts bis Föhnes, 90
km unterhalb Limerick. Mit Dublin ist
der S. durch den Grand und Royal Ca
nal verbunden.
Shetlandinseln (spr. schêtàd-l, engl.
Inselgruppe nordöstlich von Schottland,
von den südlicher gelegenen Inseln durch
einen 75 km breiten Kanal getrennt, im
ganzen 117 Inseln, von denen aber nur
30 bewohnt sind, mit einem Flächeninhalt
von 1590 qkm (28,5 QM.) mit 31,608
Einw., welche Handel mit den Landespro-
dukten «.Ergebnissen der Fischerei treiben.
Shields (spr. schihlds), Hafenstadt in
England, bestehend aus North S. und
South S., an beiden Ufern des Tyne und
an dessen Mündung in die Nordsee; (wo)
45,336 Einw. Deutsche Konsularagentur;
Börse; Schiffswerfte. Val. Newcastle.
Shoccham (spr. (chührhäm), Hafenstadt
Sibirien.
in der engl. Grafschaft Süsser, an der Mün
dung des Adur in den Kanal; (mi) 3678
Einw. Deutsches Vicekonsulat (Amtsbe
zirk: S., Brighton, Newhaven undLittle-
hampton). Zum Hafen gehörten 1876:
137 Schisse von 28,462 Ton.; es liefen
806 Schisse von 90.608 T. ein (1879: J6
deutsche). Einfuhr 1879: 4,4 Mill., Aus
fuhr 52,100 Mk.
Siam, großes Reich in Hinterindien,
begreift außer dem eigentlichen S. einen
Teil der Laoländer und einige Schutzstaaten
auf der Halbinsel Malakka; 726,850 qkm
(13,200 QM.) mit 5,750,000 Einw.
(eigentliche Siamesen 2 Mill., Chinesen u.
Malaien je 1 Mill., Lao 2 Mill.). Herr
schende Religion ist der Buddhismus.
Hauptprodukte und Ausfuhrartikel
sind: Reis, Teakholz, wovon ausgedehnte
Waldungen vorhanden sind,Zucker, Harze,
Häute und Hörner, Ölsamen, Droguen,
Farbstoffe. — Der auswärtige Handel kon
zentriert sich in der Hauptstadt Bangkok
(s. d.), wo Deutschland ein Berufskonsulat
für das Königreich S. unterhält. Han
delsverträge sind geschlossen worden mit
Deutschland, Österreich, Italien, Nieder
landen, Schweiz, England. — Einfuhr
waren verkauft man auf 3—4 Monate
Kredit, Landeöprodutte kauft man gegen
bar.— Geld. Man rechnet nach Bat aus
Silber (zu 4 Salung) — 2 Mk. 50 Pf.;
Goldmünzen sind das Tschaug — 80 Bat
und das Tumbling—4 Bat. Im Innern
Münzen von Kupfer, Glas, Email, Por
zellan. Die Europäer rechnen nach Piastern
zu 100 Eentavoö. Wechselkurse notiert
man auf: Singapur, Hongkong und Lon
don. — Maße sind: das Wa = 2mund
das englische Pard, für Tcatholz das Johl
— 0,4 cbm; Gewicht das Pikul (zu 50
Kättys ll 16 Taels) — 60,5 kg. — Die
Einkünfte des Herrschers fließen aus
Naturalabgaben, Kopfsteuern (der Chi
nesen u. a.), Monopolen (Opium, Spiel-
häuser) und Zöllen und sollen jährlich 15
Mill. Mk. betragen, welcher Betrag indes
zum größten Teil durch die nur nominell
besoldeten Beamten unterschlagen wird.
Sibirien, großes, zum russ. Reiche ge
höriges Gebiet in Nordasien, geteiit in
zwei Militärbezirke : West- und Ostsibirien,