Full text: Lexikon der Handelsgeographie

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Bergen - Berlin (Areal, Bevölkerung). 
land - Venedig ; (ms) 35,600 Einw. 
Ressort des deutschen Konsuls in Mai 
land; Handelskammer, Handelsgericht; 
Banca nazionale, Banca Bergamasco. 
Steingut- und Glasfabrikation. Die für 
die Feststellung der Seidenpreise sehr wich 
tige »Bartholomäusmesse« dauert vom 26. 
Aug. bis 7. Sept.; 9 Tage geheir die Wa 
ren zollfrei ein, 4 Tage für die Hälfte. 
Bergen, Hauptstadt des gleichnamigen 
uorweg. Stifts, wichtigste Handelsstadt 
Norwegens, am Waagfjord, Station der 
Dampferlinien: R.Sloman (Hainburg), 
Vereinigte Dampfschiffgcscllschast (Stet 
tin). Bergenske og Nordenfjeldske Damp- 
skibselskab(hier domiziliert); (1875)33,830 
Einw. Deutsches Konsulat (Amtsbezirk: 
die Ämter Norder- und Süder- Bergen- 
huus) ; Filialafd. afNorges Bank,Bergens 
Kreditbank, Bergens Privatbank, Ber 
stens Sparebauk. — Fabrikation von 
Handschuhen, Leder, Seife, Angeln rc.; 
Thrausiedereieu; Schiffbau. Hauptbeschäf 
tigung ist aber der Handel, besonders 
mit Stockfisch und Heringen; zweimal 
jährlich werden die Fische aus den klei 
nen nördlichen Hafenplätzen hier auf die 
Messe (»Stävne«) gebracht. 1878 geschah 
uldes der Umsatz zu so niedrigen Preisen, 
daß von Gewinn nicht die Rede sein 
konnte. Der Handel wertete 1878 (in 
Millionen Mark): 
Einfuhr . . 16.3, davon deutsch 4.7 
Ausfuhr. . 14,8, - - 2,8 
Die Ausfuhr nach Delitschland besteht 
fast ausschließlich in Heringen und 
Thran, die Einfuhr von dort hauptsäch 
lich in Roggen, Gerste, Kaffee, Weizen 
mehl, Erbsen, Weizen. Haupthandelsar 
tikel sind in der Einfuhr: Roggen, Gerste, 
Roggenmehl, Kaffee, Steinkohle, Petro 
leum, Zucker, in der Ausfuhr: Heringe, 
Thran, Rundfisch und Klippfisch. Der 
Erport geht meist nach Preußen, Hamburg, 
Holland, Belgien, England, Frankreich 
und Italien. Im Fischhandel nimmt B. 
weitaus den ersten Platz inNorwegcn ein; 
•O,:* Pro;, der Gesamtausfuhr entfallen 
aus seinen Hafen. Bergens Schiffahrt wird 
su.lt ca. 400 eignen kleinen Schiffen be 
trieben; jährlich laufen ca. 1000 Schiffe 
Cln , davon 1879: 36 deutsche von 5550 
— Wechselkurse werden notiert 
ailf. Hamburg (3 Monate dato unb 14 
mb 3 SRonate bato, aud) 3 ^o^c wad) 
Sicht), Antwerpen wie Paris, Amsterdam 
und Rotterdam (3 Monate dato und 3 
Tage nach Sicht), bisweilen auch auf Ko 
penhagen nach den Normen von Christia- 
wachte ime in Norwegen. Man rechnet 
aber die Schiffslast Fisch, Thran, Teer rc. 
zu 13 Fischtonnen; Fifchguano verkauft 
man fur 200 Pfd. frei an Bord. 
Berlin, Hauptstadt des Deutschen 
Reichs und des Königreichs Preußen 
an der Spree, Knotenpunkt für elf ver- 
şĢedene Eisenbahnen: B.-Dresdener, 
^=.^am['^m)er, %.:9ßoW: 
schlestfch-Marklsche, Ostbahn, Anhalter, 
Nordbahn, Lehrter, B.-Wetzlarer Bahn; 
(isso) 1,121,378 Einw. Daö Areal der 
Stadt B. umfaßt 59,23 qkm (l,07o QM.) 
oí)iie die im Frühjahr 1878 erfolgte Er 
weiterung des Weichbilds durch Einverlei 
bung des Terrains der Lichtcnbcrger Feld 
mark, auf welcher das städtische Schlacht 
haus nebst Viehhof erbaut worden ist. — 
Die Bedeutung Berlins als Fabrik- und 
H a n d e l s st a d t war bis 1875 in steter 
Zunahme begriffen, danach trat eine sehr 
bedeutende Abnahme ein. Nach dem Be 
richt der Fabrikinspektion gab es 1878: 
2152 Fabriken mit 45,135 erwachsenen 
männlichen, 12,835 erwachsenen weib 
lichen, 874 jugendlichen männlichen und 
448 jugendlichen weiblichen Arbeitern 
Von den großen Maschinenfabriken 
lieferte die Borsigsche Anstalt 1877: 44, 
1878: 76 Lokomotiven (früher in nor 
malen Jahren 150 —160) mit nur 
900 Arbeitern. Die Wühlerische, welche 
1871 — 74 jährlich 100 — 130 Lokomoti- 
ben baute, lieferte 1878 nur 12 ab. Die 
Freundsche Eisengießerei produzierte 1876 
noch über 11 Mill, kg Gußwaren, 1878 
ster u. Roßmann 1878 : 27,000 Maschi-
	        
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