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überwogen, indem dem Lande allein an Kapitalien mit Einschluß
der Erzichungs- Unterhaltungs- und Uebersahrtskosten, bei einer
jährlichen Auswanderung von durchschnittlich Sechzig Tausend
Kopsen, pro Person nur zu 2000 Mark veranschlagt, in jedem
ñvhre 120 Millionen Mark für immer verloren gehen.
ä. Gewinnung von Ackerbau- und Handels-Colonien.
Die staatsbedrohlichen Folgen der rapiden Bolksvermchning
solvic fernere immense Verluste am Nationalvermögen können von
Deutschland nur durch Anlegung von Ackerbau- und Handels-Colonien
in überseeischen Ländern abgewendet werden, indem alsdann
nicht nur das Mutterland rinnt erheblichen Theil des Ueberschusscs
semer Bevölkerung unterbringt, sondern auch die Kolonisten
mit dem Muttcrlande durch Tauschhandel wirthschaftlich und wenigstens
so lange die eigenen Bcrthcidigungskrâste nicht genügen ditrch
dessen Schutz auch staatlich eng verbunden bliebenaußerdem
Ivütdcn in und von diesen Colonie,, aus für deutsche Arbeitscrzeug-„isse
neue Märkte und Haudelsgebiete erschlossen ivcrden. Bei Anlage
von Ackerbau- und Handelscolonicn würde bezüglich der ersteren
möglichst menschenarme und hinsichtlich der letzteren hauptjächlich
stark bevölkerte Länder zu wählen und daneben die Gründung
von Strascolorücn zu erstreben sein, wohin alle zu einer
mehrjährigen Freiheitsstrafe Verurtheiltcn gebracht würden und wo
diejenigen von ihnen, welche „ach Verbüßung ihrer Strafe dort zu
bleiben wünschen und sich während der Straszeit ordentlich betragen
oder doch wesentlich gebessert haben, ein zu ihrer Existenz ge-ȟgcndcS
Stück Land in Erbpacht gegeben werden könnte. Durch
solche Strafkolonien würde ein dreifacher Vortheil erreicht; einmal
daß die Departirte» an eine regelmäßige Thätigkeit gewöhnt und
gebessert, zweitens, daß die Concurrenz der Gesang,iißarbcit vermindert
und drittens, daß in der seit den letzten Jahrzehnten nothwendig
gewordenen und den, Staate enorme Kosten verursachenden
stetigen Vermehrung der Gefängnisse und Sttasanstaltcn rin lang-