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In E n g l au d hob ein besonderes Gesetz die Einlösungspflicht der Bank
von England für ihre Noten auf. Zur Regulierung des Devisen
marktes ist jedoch die Bank von England verpflichtet, Goldbarren
von mindestens 400 Unzen (12,4 kg) zum Vorkriegspreise von 3 ^17sb
10% d für die Unze Standardgold auf Verlangen abzugeben. Die Präge
freiheit für Gold ist aufgehoben, d. h. die Kgl. Münze prägt für
Private nicht mehr Goldmünzen gegen Einlieferung von Goldbarren.
o) Doppelwährung.
Bei der Doppelwährung werden Gold- und Silbermünzen in einem
bestimmten gesetzlichen Wertverhältnis zueinander ausgeprägt, und es
herrscht Prägefreiheit für beide Edelmetalle. Jedermann kann Zahlungen
in jeder Höhe in Gold oder Silber leisten.
Ein festes Wertverhältnis zwischen Gold und Silber für ewige Zeiten
festzusetzen, ist unmöglich. Auch der mächtigste Staat würde niemals
imstande sein, die Preise der Edelmetalle zu diktieren oder ein einmal
bestimmtes Wertverhältnis aufrechtzuerhalten. Da jeder das Recht hat,
zu wählen, ob er in Gold oder in Silber zahlen will, so wird jeder in
dem Metall zahlen, das für ihn am vorteilhaftesten ist, und es wird zu
den Münzstätten nur die Metallart zur Ausprägung gebracht werden, die
auf dem Markte niedriger notiert, als das gesetzliche Wertverhältnis ist.
Die Doppelwährung raubt mit dem Wechsel des Wertverhältnisses von
Gold zu Silber dem Lande entweder die Gold- oder die Silbermünzen.
Das vollwertige Geld würde regelmäßig ins Ausland gehen und nur das
minderwertige im Lande bleiben (Greshamsches Gesetz: Schlechtes
Geld vertreibt gutes Geld). Die besonnenen Elemente unter den An
hängern der Doppelwährung sind sich auch stets darüber klar gewesen,
daß die Einführung der Doppelwährung nur durch ein internatio
nales Abkommen (Währungsvertrag) aller großen Staaten
der Welt erfolgen könnte.
Zu diesem Zweck fanden in den Jahren 1867, 1878 und 1881 M ü n z k o n -
serenzen in Paris statt, zu denen fast alle größeren Staaten Vertreter ent
sandt hatten. Im November 1892 luden die Vereinigten Staaten zu einer
internationalen Konferenz nach Brüssel ein. England erklärte
sich von vornherein nur dann zur Teilnahme bereit, wenn Vorschläge über
größere Verwendung von Silber gemacht würden, der Bimetallismus aber nicht
auf der Tagesordnung stände. Die deutschen Deputierten verhielten sich bei den