Full text : Der Zukunftsstaat und die Lösung der socialen Frage

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Bestimmung  spurlos  in  das  Nichts  versinken?  Es  kann  mcht
sein,  nicht  Sterben  kann  man  den  Zustand  nennen,  man  muß
ihn  für  den  Schleier  halten,  der  wohlthätig  über  das  Entwickeln ­
  zur  Vollendung  gezogen.  Nichts  in  der  Welt  ist  wirklich
vergänglich;  alle  Kräfte  und  Stoffe  sind  ewig,  sie  wechseln  nur
ins  Unendliche  ihre  Formen,  in  denen  ihre  Thätigkeit  sich
äußert.  Also  ist  auch  über  den  Sternen  ein  Weiterleben,  ein
Wiedersehen.  Und  selbst  der  Gottes-  und  Unstcrblichkeitsleugner
ruft  am  offenen  Grabe  eines  theuern  Angehörigen  oder  Freundes
unwillkürlich  das  tröstende  Wort  aus:  auf  Wiedersehen!
g.  Wenn  nun  die  mit  unsern  Sinnen  wahrnehmbaren  Körper
trotz  der  unendlichen  Veränderungen  ihrer  Form  in  ihren
Grundstoffen  unveränderlich,  d.  h.  ewig  sind,  so  müssen  es
auch  die  unkörperlichen,  nur  durch  ihre  Wirkungen  wahrnehmbaren ­
  mittels  der  Sinnesorgane  thätigen  und  herrschenden
Seclenkräfte  sein.
h.  Es  liegt  ein  Etwas  in  dem  Menschen,  was  ihn  antreibt,  sich
mit  der  Ergründung  seines  Wesens  und  seiner  Bestimmung  zu
beschäftigen.  Und  dieses  Forschen  und  Suchen  beweist  die  tiefe
Sehnsucht  uach  Gewißheit  eines  Jenseits  und  einer  persönlichen
Fortdauer.
Diese  Erwägungen  sollten  genügen,  Jedermann  von  dem  Dasein ­
  Gottes  und  von  der  Fortdauer  unserer  Seele  vollkommen  zu
überzeugen;  leider  ist  dies  aber  selbst  nicht  einmal  in  ben  gebildeteren,
  geschweige  denn  in  den  untern  Ständen  immer  der  Fall,  vielmehr ­
  werden  sogar  von  Männern  der  Wissenschaft  unter  Nichtachtung ­
  alles  Göttlichen  und  Ueberirdischen  so  ungeheuerliche  Lehren,
wie  die  vorhin  besprochenen,  als  vermeintliche  Resultate  wissenschaftlicher ­
  Forschungen  mit  frivolem  Leichtsinn  in  die  Welt  geschleudert,
unbekümmert  um  die  entsetzlichen  Sittenverheerungen,  welche  dadurch
unter  der  Menschheit  angerichtet  werden  und  ohne  zu  bedenken  oder
zu  wissen,  daß  eine  Wissenschaft,  welche  in  Allem,  was  Ahnung
vom  Jenseit,  was  Glaube  an  eine  höhere  Weltordnung,  was  Gottes-
            
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