Full text : Preußisches Landbuch

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der  deutschen  Sprache  und  des  deutschen  Schriftthums,  beschäftigt  sich
auch  mit  deutsche  Literatur.  Sie  hat  eine  ansehnliche  Bücher-Sammlung
  und  der  jährliche  Beitrag  des  einzelnen  Mitgliedes  beträgt
5  Thlr.  Zeitiger  Direktor  Dr.  Augu  st.
Gesellschaft  für  Erdkunde  zn  Berlin.
Der  Zweck  dieser  seit  1828  bestehenden  Gesellschaft  ist  Beförderung  der  genannten ­
  Wissenschaft  im  weitesten  Sinne  des  Worts,  durch  freie  mündliche
oder  schriftliche  Mittheilung.  Jeder,  von  dem  bekannt  ist,  daß  er  die  ganze
Erdkunde  oder  einen  Zweig  derselben  zu  seinem  wissenschaftlichen  Studium ­
  gemacht  hat,  desgleichen  Künstler,  die  durch  ihre  Geschicklichkeit  das
Studium  derselben  befördern,  so  wie  Alle,  welche  durch  Mittheilung
von  Materialien  dem  Zwecke  der  Gesellschaft  nützlich  werden  können,
sind  fähig,  noch  stattgefundener  Ballotage  als  Mitglieder  ausgenommen
zu  werden.  Die  Gesellschaft  (zeitiger  Borsitzender  Prof.  Dove)  hatte
im  Jahre  1859  ein  Vermögen  von  9100  Thlr.
Gesellschaft  jüdischer  Handwerker  und  Künstler  zur  gegenseitigen  Unterstützung
in  Krankheitsfällen.
Ein  seit  1846  bestehender  Berliner  Lokal  -  Bercin  zum  Zweck:  die
etablirten  Handwerker  und  Künstler  in  Erkrankungsfällcn  mit  ärztlicher
Behandlung,  Medikamenten,  Bädern  rc.  und  baarem  Gelde  (21  Thlr.
wöchentlich)  zu  unterstützen.  Die  Mitglieder  zahlen  einen  Beitrag  von
2  Thlr.  jährlich.  Die  Einnahme  1863  betrug  1435,  die  Ausgabe
1414  Thlr.,  und  es  wurden  von  den  Gesellschafts  -  Aerzten  219
Mitglieder  behandelt.  —  Der  Fonds  besteht  zur  Zeit  in  3500  Thlr.
Verbunden  mit  dem  Unternehmen  ist  eine  „Hülss-Anstalt  für  Wittwen
und  Waisen",  welche  1862  einen  Fonds  von  3025  Thlr.  besaß  und
eine  Einnahme  von  445  Thlr.  hatte.
Gesellschaft  naturforschcuder  Freunde  zu  Berlin.
1773  errichtet,  1784  erueuert,  1791  durch  eine  mit  Königl.  Bestätigung
versehene  Akte  bestätigt.  Sie  hat  ein  eigenes  vom  Könige  ihr  geschenktes ­
  Hans  (Französischestr.  29),  ein  Naturalien-Kabinct  und  eine
ansehnliche  Bibliothek.
Gesellschaft  Schomcr  la  Huker.
Eine  alte  Berliner,  im  Jahre  1861  neu  organisirte  und  mit  einem
Statut  versehene  Gesellschaft,  verfolgt  sie  neben  ihrer  rituellen  allgemeinen
  Tendenz  (alltägliche  besondere  Andachtsübungen  vor  Beginn  des
Frühgottesdieustes  in  der  Synagoge)  noch  den  besondern  Zweck  der
„Unterstützung  von  Leidtragenden".  Es  darf  nach  jüdischem  Ritualgesetze
der  Leidtragende  während  der  ersten  sieben  Trauertage  seinem  Geschäfte
nicht  nachgehen  und  werden  deshalb  allen  Leidtragenden,  ohne  Ausnahme, ­
  während  dieser  Zeit  von  der  Gesellschaft  verschlossene  Büchsen
mit  eingcsicgelten  Schlüsseln  dazu  zugesendet,  um,  wenn  sie  wohlhabend
sind,  darein  eine  Wohlthätigkeitsspcnde  zu  legen,  ober,  wenn  sic  der
Unterstützung  bedürftig  sein  sollten,  dieselbe  sich  daraus  nach  eigenem
Ermessen  zu  nehmen.  Die  Einrichtung  hierzu  ist  angeblich  so  künstlich
            
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