Full text : Preußisches Landbuch

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liche  Führung  in  gutem  Rufe  stehen,  eigenes  Mobiliar  besitzen  und
einen  bestimmten  Broderwerb  nachweisen  können.
Gör  li  her  Stiftung  zur  Gewährung  von  Darlehnen  für  Gewerbetreibende.
Von  dem  î  Kommerzienrath  Ferdinand  Schmidt  begründet,  besteht  sie
seit  1852  und  hatte  bis  Ende  1861  1761  Darlehne  im  Betrage  von
56,624  Thlr.  bewilligt.  Das  Vermögen  betrug  Ende  1861  4335
Thaler.
v.  Görnesche  Stipendien-Stiftung,
von  Fräulein  Marie  v.  Görnc  (1777)  herrührend.  Sic  besteht  bei
dem  Gymnasium  und  der  Real-Schule  zu  Brandenburg.  Die  Stiftungs-Urkunde ­
  bestimmt,  daß  der  Saldernschen  Schule  ein  Kapital  von
1400  Thlr.  verbleiben  soll,  von  deren  Zinsen  eine  vaterlose  Waise,  die
Studirens  halber  die  Schule  besucht,  jährlich  40  Thlr.  zu  beziehen  hat,
auf  ein  Jahr;  Predigersöhne,  einheimische  oder  auswärtige  haben  dabei
den  Vorzug.  Kollator  ist  der  Magistrat.
Haus  Ludwig  v.  Görtzke
zu  Berlin,  schenkte  1726  (Lisco  S.  106)  1140  Thlr.  Von  den
Zinsen  sollen  Unterstützungen  erhalten  nothleidendc  und  bedürftige  Personen, ­
  so  sich  zur  evangelisch-lutherischen  Lehre  bekennen,  und  sonderlich ­
  diejenigen,  die  etwa  blind,  lahm  und  Alters  halber  nicht  mehr  arbeiten ­
  und  ihr  Brot  verdienen  können,  dabei  sich  jedoch  im  Leben  und
Wandel  christlich  aufführen;  die  Verwaltung  liegt  den  beiden  ordentlichen ­
  Predigern  von  St.  Marien  und  dem  Kirchen-Vorstande  ob.
Göschkefchcs  Stipendium  zu  Spandau,
von  der  vcrw.  Justiz-Amtmann  Göschke  geb.  Runicle  (1828)  mit
1500  Thlr.  Gold  gestiftet.  Es  wird  an  einen  oder  zwei  arme  und
würdige  Studirende  aus  Spandau,  event,  an  bedürftige  und  tüchtige
Künstler  und  Handwerker  eben  daher,  auf  3  Jahr  vergeben.  Kollator
ist  der  Magistrat.
ñrau  v.  Götze,
geb.  v.  Saldern,  Oberhofmeisterin  zu  Berlin,  legirte  1678  600
Thlr.  und  zwei  Buden  hinter  ihrem  Hause  ans  dem  Werder  zum  Unterhalt ­
  und  zur  Wohnung  für  vier  nothleidendc  vertriebene  Wittwen  reformirter
  Religion.  Im  Laufe  der  Zeit  ist  an  die  Stelle  der  Buden  ein
massives  Haus  (Kaiserstraßc  19)  getreten;  1858  erweitert,  gewährt
dasselbe  20  freie  Wohnungen  an  Wittwen  und  nnverehelichtc  weibliche
Arme  der  Dom-Gemeinde.  Die  Verwaltung  steht  dem  Dom-Kirchen-Kollegium
  zu.
Götze,
Kaufmann  zu  Berlin,  errichtete  eine  Stiftung  zu  dem  Zweck,  daß  den
Kindern,  welche  das  dortige  Friedrichs-Waisenhaus  verlassen,  von  den
Zinsen  des  Kapitals  eine  Bibel  mitgegeben  wird,  in  welche  der  Name
Götze  eingeschrieben  ist.
            
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