Full text : Preußisches Landbuch

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Hülfs  Fonds  zur  Unterstützung  bedrängter  Handwerker  in  Langensalza.
Er  besteht  in  500  Thlr.  ;  wird  von  den  Kommunal-Behörden  und  dem
Gewerbe-Verein  verwaltet  und  gewährt  Vorschüße  bis  zur  Höhe  von
50  Thlr.  Wöchentlich  ist  1  Sgr.  vom  Thaler  zurückzuzahlen.
Hülfskasse  der  Niederlansitz  zu  Lübben.
Ein  1852  gegründetes  kommunalständischcs  Darlchns-Institut,  von
König  Friedrich  Wilhelm  IV.  mit  39,000  Thlr.  dotirt  und  nach  dem
Reglement  vom  4.  Oktbr.  1852  (Rauer,  Neuere  ständische  Gesetzgebung
S.  354.)  verwaltet.  Ein  Theil  der  Zinsen  dient  zur  Vermehrung  des
Stamm-Fonds,  die  übrigen,  einschließlich  der  früher  zur  Prämiirung
von  Sparkassen-Jnteressenten  verwendeten  Antheile  sind  dem  Kommunal-Landtage
  zu  öffentlichen  Zwecken,  namentlich  zur  Begründung  und  Unterstützung ­
  von  Rettungshäusern  überwiesen.  Der  Kapital-Fonds  war
Ende  1863  auf  42,056  Thlr.  herangewachsen.
Hülfskasse  der  Oberlausitz  zu  Görlitz.
Ein  kommunalständischcs  Darlehns-Jnstitut,  1852  mit  einem  aus  Staats-Fonds
  bewilligten  Dotations-Fonds  von  25,000  Thlr.  begründet  und
nach  dem  Statut  vom  24.  Mai  1853  (Rauer,  Neuere  ständische  Gesetzgebung ­
  S.  383)  verwaltet.  Ein  Theil  der  Zinsen  wird  zur  Verstärkung ­
  des  Fonds,  ein  anderer  zu  öffentlichen  Zwecken  und  zur  Belohnung ­
  treuer  Dienstboten  verwendet.  Vgl.  Provinzial-Hülfskafse  zu
Breslau.
Hülfs-  und  UnterstützungS-Berein  zu  Kapellen  (MörS),
für  Dienstboten,  Handwerker  und  Tagelöhner.  Er  ist  1862  in  Wirksamkeit ­
  getreten  und  die  Mitglieder  zahlen  jährlich  1  Thlr.  Der  Verein ­
  bezweckt  die  Unterstützung  und  freie  ärztliche  Behandlung  der  Mitglieder ­
  in  Krankheitsfällen,  sowie  die  Zahlung  eines  Beitrages  zu  den
Beerdigungskosten.
Hülss-Verein  der  ev.  Gemeinde  zu  Odenkirchen  (Gladbach).
Er  besteht  seit  1836,  hat  138  Mitglieder  und  einen  Fonds  von
600  Thlr.
HülfS-Verein  des  14.  Stadtbezirks  zu  Magdeburg,
1850  zur  Aufhülfe  und  Unterstützung  bedürftiger  Mitglieder  gegründet.
Die  Zahl  dieser  Mitglieder  betragt  143,  die  jährlich  verabreichten  Unterstützungen ­
  belaufen  sich  auf  etwa  190  Thlr.  und  es  ist  ein  Kapital-Vermögen
  von  1200  Thlr.  vorhanden.
Hülfs-Verein  für  jüdische  Studirende  zu  Berlin.
Er  besteht  seit  1841,  erhielt  1859  beschränkte  Korporations-Rechte  und
hat  den  Zweck,  arme  jüdische  Jünglinge  vom  Handel  abzuhalten  und
einer  wissenschaftlichen  Bildung  zuzuführen.  Die  Unterstützungen  werden ­
  nicht  als  Almosen,  sondern  unter  der  Bedingung  der  Rückerstattung
gegeben.  Bis  zur  Mitte  1858  hatte  der  Verein  191  Studenten  monatliche ­
  Unterstützungen  mit  überhaupt  76581  Thlr.  gewährt,  und  außer-
            
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