Full text : Preußisches Landbuch

34

zu  Stipendien  für  studirende  Söhne  armer  Bürger  verwendet  werden.
Die  Verwaltung  der  Stiftung  ist  in  die  Hände  der  Verwandten  des
Stifters  gelegt.  Im  Uebrigen  steht  dieselbe  unter  Aufsicht  des  Magistrats. ­

Badingsche  Stiftung  zu  Berlin.
Der  Getrcidehändler  Christian  Friedrich  Bad  in  g  schenkte  durch  Notariats-Urkunde ­
  vom  18.  März  1837  der  Hauptarmen-Direktion  1000
Thlr.  unter  der  Bedingung  1)  daß  dieses  Kapital  für  immer  als  Badingsche ­
  Stiftung  bezeichnet  und  von  der  Armen-Direktion  unter  Aufsicht ­
  des  Magistrats  abgesondert  verwaltet  werde;  2)  daß  von  den
Zinsen,  so  lange  als  der  entsprechende  Zweck  nicht  ein  Anderes  erheischt,
jährlich  20  Thlr.  zum  Kapital  geschlagen,  der  Rest  zur  Hanptarmenkaffe
  zu  deren  gewöhnlichen  Ausgaben  gezogen  würde;  3)  daß  die  Zinsen ­
  zunächst  für  etwanige  hülfsbedürftige  Kinder  und  Descendenten  des
Stifters  bis  zuni  fünften  Grade  einschließlich  verwendet;  4)  nach  deren
Aussterben  zwei  armen  christlichen  Bürger-Wittwen  zu  Theil  werden.
Badingsches  Vermächtniß  zu  Kremmen.
Von  dem  Rentier,  frühern  Schneidermeister  Bad  in  g  (ş  zu  Berlin  14.
Dezember  1848)  begründet.  Der  Zinsen-Ertrag  des  Kapitals  soll  an
arme  hülfsbedürftige  Bürger  und  Bürgerfamilien  ans  Kremmen,  vorzüglich ­
  aus  des  Erblassers  Verwandtschaft  bis  ins  vierte  Glied  vertheilt
werden.
Jakob  Bäcker,
Armenvater  zu  Breslau  (t  1864)  setzte  dem  Armen-Hospital  der  Hofkirche
  daselbst  100  Thlr.  aus.  Die  Zinsen  sollen  an  seinem  Todestage ­
  an  die  Armen  ausgezahlt  werden.
Bäcker-Begräbnißkasse  zu  Nordhausen.
Sie  hat  2000  Mitglieder  und  nimmt  an  Beiträgen  7000  Thlr.  ein;
Kapital-Vermögen  10,000  Thlr.  Jedes  Mitglied  zahlt  wöchentlich
‘¿Y  Sgr.,  und,  wenn  cs  13  Jahre  gesteuert  hat,  2  Sgr.  Sechs  vom
Hundert  der  Mitglieder  sind  steuerfrei.  Die  Aussteuer  beträgt  im
ersten  Jahre  der  Versicherung  20  Thlr.,  im  zweiten  30,  im  dritten  40,
nach  Ablauf  des  vierten  50,  nach  Ablauf  des  dreizehnten  80  Thlr.
Henriette  Bärensprung,
unverehelicht,  legirte  (1860)  200  Thlr.,  deren  Zinsen  alle  Jahre  an
zwei  arme  Wittwen  der  Stadt  Wangerin  vertheilt  werden  sollen.
Bärmaunsches  Legat,
von  1500  Thlr.  Gold.  Die  Zinsen  von  1000  Thlr.  werden  zur  Bekleidung ­
  armer  Konfirmanden  und  zur  Bestreitung  der  Konfirmationskosten; ­
  die  Zinsen  von  500  Thlr.  zu  Holz-  und  Schulgeld  für  arme
Kinder  der  Gemeinde  Gollma,  Kreis  Delitzsch,  verwendet.
Bahlkesches  Legat  zu  Freienwalde  a.  O.,
von  dem  Rathmann  Bahlkc  (t  1.  Dezember  1843)  herrührend.  Er
vermachte  zum  Besten  der  Stadtarmen  ein  Kapital  von  2000  Thlr.,
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.