Full text : Preußisches Landbuch

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werden  sollen;  b)  4400  Thlr.  für  das  erzbischöfliche  Knaben-Seminar;
c)  2500  Thlr.  für  den  Dom;  d)  1000  Thlr.  für  die  Minoriten-Kirche;
  e)  1000  Thlr.  für  die  Kirche  von  St.  Martin;  f)  ein  Hans
im  Werthe  von  etwa  4000  Thlr.  für  das  der  Pflege  und  Erziehung
armer  verlassener  Kinder  gewidmete  Kloster  vom  armen  Kinde  Jesu  rc.
Bendix-L  evi  sche  Armen-Stiftung  zu  Werl.
Von  der  Wittwe  Bendix-Levi  1799  letztwillig  begründet,  indem  sie
der  Stiftung  ihr  ganzes  Vermögen  von  8  —  9000  Thlr.  vermachte,
deren  Zinsen  an  Arme  ohne  Unterschied  der  Religion  vertheilt  werden
sollen.  Die  Verwaltung  der  Stiftung  steht  dem  Gemeinde-Rathe  zu.
Wittwe  Simon  Simonis  Levi  (genannt  Minke),
gebürtig  aus  Amsterdam  (t  1811  zu  Frankfurt  a.  O.),  setzte  ein  Kapital ­
  aus,  dessen  dreijährige  Zinsen  an  ihrem  Jahrestage  unter  sämmtliche ­
  arme  Mädchen  der  israelitischen  Gemeinde  zu  Frankfurt  a.  O.  ínib
an  auswärtige  arme  Mädchen  der  Familie  der  Testatorin,  welche  fähig
sind,  zu  heirathen,  verloost  werden  sollen.  Die  Vcrloosung  der  dreijährigen ­
  Zinsen,  welche  ca.  370  Thlr.  betragen,  findet  im  Gemeindehanse
  der  Synagogen-Gemeinde  zu  Frankfurt  a.  O.  statt.
Levisonsches  Legat  zu  Minden.
Banquier  Levison  (t  1853)  vermachte  der  dortigen  jüdischen  Gemeinde ­
  ein  Kapital  von  1500  Thlr.  Die  davon  aufkommenden  Zinsen
sollen  jährlich  an  seinem  Todestage  an  arine  Juden  der  Gemeinde
Minden  vertheilt  werden.
Abraham  Marcus  Levy,
Rentier  zu  Berlin  (t  1863)  verordnete  letztwillig,  dasi  aus  seinem
Nachlasse  mit  200  Thlr.  für  das  laufende  Jahr  eine  arme  weibliche
Waise  mosaischer  Religion  seiner  Verwandtschaft  oder  derjenigen  seiner
zu  Wloclawck  verstorbenen  Gattin  Zirel,  geb.  Geldzins!  a  bei  ihrer
Verheirathung  in  der  Art  unterstützt  werde,  das  dir  200  Thlr.  als
Beitrag  zur  Mitgift  verabfolgt  werden.  Die  Verleihung  steht  den
Testanlkuts-Exrkutorcn  (M.  Levy  rc.)  zu.
Behreud  Jakob  Levy,
zu  Berlin,  bestimmte  die  Zinsen  von  3000  Thlr.  für  sein  Kind,  nach
dessen  Ableben  Arme  aus  der  väterlichen  und  mütterlichen  Familie  des
Stifters  zum  Genusse  berechtigt  sind.  (Lisco  S.  398.)
Sara  Levy  sche  Stiftungen.
Die  Wittwe  Sara  Levy  (t  zu  Berlin  1854)  vermachte  a)  der  dortigen ­
  Armen-Direktion  1500  Thlr.  möglichst  zu  einem  bestimmten
Zwecke  der  Armenpflege,  indem  sie  die  Pflege  der  Taubstummen  oder
der  Blinden  besonders  anempfahl;  b)  der  jüdischen  Gemeinde  zu  milden ­
  und  religiösen  Zwecken  32,000  Thlr.  ;  c)  der  jüdischen  Gemeinde-Schnle
  für  Mädchen  1000  Thlr.;  d)  zu  Gratifikationen  der  Lehrer  an
der  jüdischen  Gemeinde-Schule  für  Knaben,  die  Zinsen  von  1000
Thlr.;  e)  der  Gesellschaft  zur  Verbreitung  der  Handwerke  und  des
            
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