Full text : Preußisches Landbuch

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theilen  und  setzte  ein  Kapital  von  25,000  Thlr.  ans,  von  deren  Zinsen ­
  jährlich  eine  oder  zwei  Töchter,  welche  sich  nach  jüdischem  Ritus
verheirathen,  unbescholten  sind  und  die  Verwandtschaft  mit  dem  Stifter
und  dessen  Ehegattin  Jette  geb.  Joseph  Liepmann  nachweisen,  ausgestattet ­
  werden  sollen.  Die  Bestimmung  hierüber  bleibt  den  Kuratotoren
  der  Stiftung  (1842  Raphael  Heinemann  und  S.  L.  Jakob)
vorbehalten.
Meyer  Markwald,
Kaufmann  (sin  Berlin  1840)  setzte  1000  Thlr.  in  Pfandbriefen  aus,
deren  Zinsen  jährlich  an  arme  Personen  aus  der  Familie  des  Testators ­
  als  Unterstützung  vertheilt  werden  sollen.  Die  Bertheilung  selbst  ist
dem  Ermessen  der  Vorsteher  der  jüdischen  Gemeinde  in  Berlin  überlassen. ­

Marpergersches  Stipendium,
eine  alte  Stiftung  bei  der  Universität  Halle-Wittenberg,  von  der  Wittwe
des  Professors  Dr.  Vater,  geb.  Marperger  mit  1000  Thlr.  für
einen  Studirenden  evangel.-lntherischer  Konfession  aus  dem  Marperger ­
  schcn  Geschlecht  auf  drei  event,  für  einen  zur  philosophischen  Fakultät ­
  gehörigen  Privat-Docenten,  der  keine  andere  genügende  Unterstützung ­
  hat,  oder  für  einen  unbemittelten  studiosus  theologiae  auf  2
Jahre  begründet  (Koch  1.  446).  Vgl.  V  ate  rsche  Stiftung.
MarquardtscheS  Legat.
Kapital  200  Thlr.  Die  Zinsen  mit  10  Thlr.  werden  zur  Unterstützung
von  Armen  in  der  Stadt  Krossen  verwendet.
v.  Marsch  all  scher  Fonds.
Eine  Stiftung  bei  der  Universität  Halle-Wittenberg.  Levin  Adolph
v.  Mar  sch  all  aus  Altengottern  lcgirte  10,630  Thlr.  zu  einem  Freitisch ­
  für  zehn  Studirende  (5  Theologen  und  5  Juristen).  Die  Kollation ­
  steht  den  Professoren  der  Wittenberger  Stiftung  zu;  der  Gcschlechtsälteste
  derer  v.  Marschall  hat  5  junge  Leute  zu  präscntiren,  die
vor  Andern  znm  Genusse  zugelassen  werden  können  und  sollen.  Thüringer, ­
  und  Söhne  der  Einwohner  von  Altengottern  haben  den  Vorzug.
Anstatt  des  Freitisches  wurden  im  Jahre  1838  (Koch  I.  446)  14  Stipendien ­
  à  50  Thlr.  (7  für  Theologen  und  7  für  Juristen)  vertheilt,
v.  Marsch  all  scheS  Stipendium,
bei  der  Universität  Halle-Wittenberg,  gestiftet  von  Johann  Adolph
v.  Marschall  ans  Altengottcrn  für  einen  Theologen  mit  1000  mfl.
(875  Thlr.)  Es  wird  von  den  nächsten  männlichen  Anverwandten  des
Stifters  zunächst  an  Söhne  der  Gerichts-Eingesesienen  des  Kollators
auf  6  Jahre  verliehen  (Koch  I.  447).
Mart  ens  sches  Legat,
von  dem  gräflichen  Stubcnmaler  Martens  zu  Stolbcrg  am  Harz  (+
1853)  herrührend.  Die  Zinsen  von  1300  Thlr.  sollen  nach  Beendigung ­
  des  daran  haftenden  Nießbrauchs  der  Armen-Schule  des  OrtS
            
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