Full text : Preußisches Landbuch

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Unterbringung  der  Militair-Warsen  in  den  Erziehungs-Anstalten  oder
auf  Bewilligung  eines  Pflegegeldes  sind  an  das  Direktorium  des  Potsdamschen
  großen  Militan-Waisenhauses  zu  Berlin  unter  Einsendung
der  entsprechenden  Papiere  zu  richten.  Im  Jntereffe  der  Waisen  liegt
es,  daß  die  ersten  Anträge  in  der  Regel  für  die  Kinder  der  im  aktiven
Dienste  f  Unteroffiziere  und  Soldaten  —  sofort  nach  dem  Ableben
des  Vaters  von  desten  Truppentheile  formirt  —  durch  die  Militair-Jntendanturen,
  für  die  Kinder  der  nach  ihrer  Entlastung  aus  dem
aktiven  Dienste  f  Militairs,  in  den  Städten  von  den  Magistrates,  auf
dem  Lande  von  den  Landraths-Aemtcrn  oder  auch  von  denjenigen  Behörden, ­
  bei  welchen  die  verstorbenen  Väter  angestellt  waren,  an  das
Direktorium  in  Berlin  gerichtet  werden.
Gottfr.  Sam.  v.  MiloSzewöki,
Pensionitter  Hauptmann  (t  1796)  vermachte  der  Akademie  der  Wistcnfchaften
  ein  Legat  von  1000  Thlr.,  dessen  Zinsen  zur  Untersuchung
philosophischer  Wahrheiten  verwandt,  nnd  solchen  Gelehrten  zufließen
sollen,  die  sich  darum  verdient  machen.  Der  Preis  beträgt  in  der
Regel  100  Dukaten.
Karl  Barth.  Minderjahn,
Wcltgeistlicher  zu  Cornely-Münfter,  Bénéficiât  des  Kreuz-Altars  bei
der  dortigen  Pfarrkirche  (f  1880),  vermachte  den  Armen  der  ehemaligen
Reichs-Abtei  Cornely-Münster  (den  jetzigen  Bürgermeistereien  Eornely-Münster,
  Wallheim,  Büsbach  und  Brand)  Kapitalien  und  Renten  im
Werthe  von  2674  Thlr.  zur  Ausspendung.
J.  G.  Mirbach,
Kaufmann  zu  Magdeburg,  übereignete  1861  dem  Magistrat  200  Thlr.,
um  die  Zinsen  davon  alljährlich  am  17.  Juni  (dem  Geburtstage  seiner
1861  s  Tochter  Emilie)  einer  bedürftigen  und  würdigen  Schülerin  der
Volks-Schule  als  Belohnung  zu  verleihen.
Mit  sch  el  Hill  scher  Stipendien-Fonds  z»  Königsberg.
Von  Frau  Anna  Sophie  Mitfchelhill  für  dort  studirende  reformirte
  Theologen  gestiftet  und  von  dem  Kirchen-Kollegium  der  Burg-Kirche
  verwaltet.  Das  Kapital  besteht  in  2750  Thlr.,  von  dessen
Zinsen  jährlich  2  Studirende  je  65  Thlr.  erhalten.
MöhlerscheS  Stipendium.
von  jährlich  224  Thlr.,  vom  Apotheker  Möhler  zu  Salzwedel  1671
für  Theologie  studirende  Söhne  aus  seiner  Familie  und  in  deren  Ermangelung ­
  für  Prediger-,  Schullehrer-  und  Bürger-Söhne  gestiftet.
Die  Verleihung  steht  dem  Bürgermeister  und  dem  ersten  Prediger  zu
St.  Marien  zu.
M  öl  le  ilbeek  sche  Stiftung  zu  Tangermünde.
Sie  datirt  von  1625,  ist  von  dem  Bürgermeister  Möllenbeck  begründet, ­
  und  hat  einen  Fonds  von  263  Thlr.  Die  Revenuen  werden
            
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